Die Stadt Bursa ist mit rund 1,6 Millionen Einwohnern die fünftgrößte Stadt der Türkei und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Westtürkei. Sie liegt etwa 90 Kilometer südlich von Istanbul und zu Füßen des Uludag-Gebirges. Ringsum befindet sich eine einzigartige grüne Naturlandschaft mit einigen heilkräftigen Schwefelquellen. Die Küste des Marmarameeres ist mit der Bucht von Gemlik nur 20 km entfernt.
Die Stadt Bursa hieß ursprünglich Brussa und wurde von König Prusias vom Königreich Bithynien gegründet. Sie zählte zu den drei größten Städten Bithyniens. Dieses Volk siedelte hier zur gleichen Zeit wie die Trojaner, Dorer im Gebiet der Dardanellen, 200 km weiter westlich.
Als die Macht von Rom zunahm, begann König Nikomedias IV. das Gebiet stückweise den Römern zu übergeben. Damals wurde Bursa nach den Ausläufern des Olymp "Prussa ad Olympos" genannt. In christlicher Zeit wurde dieser Name beibehalten. Die Byzantiner wählten Bursa als Hauptstadt eines großen Gebietes, das bis zum Schwarzen Meer reichte. Diese Verwaltungsregion umfasste zudem die heutigen Gebiete um Izmit, Istanbul, Bilecik und Eregli am Schwarzen Meer.
Bursa war ab dem Jahre 1326, als der Sultanssohn und spätere Sultan Orhan I. die Stadt eroberte, vorübergehend die Hauptstadt des Osmanischen Reiches. Später wurde die Residenz in das verkehrsgünstigere Konstantinopel, das heutige Istanbul, verlegt.
Besondere Sehenswürdigkeiten sind das Grabmal von Sultan Mehmed I., das Yeşil Türbe sowie drei islamische Gotteshäuser: Die Ulu Camii (Große Moschee), die so genannte "Grüne Moschee" und die Orhan-Gazi-Moschee. Beide Bauwerke wurden zwischen 1380 und 1420 errichtet.
Sehenswert sind auch die Grabmale der ersten osmanischen Sultane, Sultan Osman und Sultan Orhan wie auch der Basar (vor allem der "Seidenbasar").
Das älteste Bauwerk steht in der nahen Stadt İznik: die Hagia Sophia (türk. Ayasofya), eine byzantinische Basilika aus dem 4. Jahrhundert. Hier wurde das wichtige 7. Ökumenische Konzil abgehalten. Orhan I. Gazi ließ sie in eine Moschee umbauen, die heute leider einen stark verfallenen Eindruck macht. Zu sehen sind allerdings noch Fresken und Mosaike, eine stufenförmige Apsis und alte Inschriften.
Der 2500 Meter hohe Hausberg Uludag (gelegen im Uludag-Nationalpark) ist das bedeutendste Wintersportzentrum der Türkei. Die Auffahrt mit Bus oder PKW dauert etwa eine Stunde. Unweit des Yesil Türbe kann auch eine Seilbahn (Teleferik) benutzt werden.
Berühmt ist die Stadt Bursa auch für ihre heißen Thermalquellen. Zu den ersten bekannten Besuchern der Thermalquellen zählte einst die große byzantinische Kaiserin Theodora.
• Das archäologisches Museum
• Cumalikizik, eines der wenigen Dörfer in der Türkei, in dem es noch osmanische Häuser gibt
• Ein traditionelles Karagöz-Schattenspiel-Theater im Stadtteil Cekirge.
Bursa ist in der Türkei beliebt für seine gute Küche. Hier wurde angeblich der Iskender Kebab erfunden. Eine leckere Besonderheit der lokalen Küche sind die eingezuckerten Kastanien (Kestane).
Der Uludag Nationalpark liegt etwa 30 Kilometer von Bursa entfernt in der Marmara Region. Der Berg Uludag besteht aus Granit und ist mit stolzen 2543 Höhenmetern der größte in ganz Westanatolien. Ihn umschließt ein Waldgürtel, in dem viele verschiedene Tiere wie Bären, Wölfe aber auch Fasane und Tauben einen ungestörten Lebensraum vorfinden.
In den Monaten Dezember bis Mai ist der Berg komplett mit Schnee
bedeckt. Kein Wunder, dass sich hier eines der wichtigsten
Wintersportgebiete der ganzen Türkei entwickelt hat. Bei einer
Schneedecke von bis zu 3,90 Meter Höhe braucht man sich keine Sorgen um
die Schneeverhältnisse zu machen – Es wäre gänzlich unnötig! Neben dem
Skifahren können Urlauber hier auch mit Snowboard oder Bigfoots
abfahren. Es besteht zudem die Möglichkeit zum Schlittschuhlaufen und
Schneemotorradfahren.
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