Costa Rica

Alle Fakten über Costa Rica

Costa Rica liegt im südlichen Abschnitt der mittelamerikanischen Festlandbrücke zwischen Nicaragua im Norden und Panama im Osten.

Internationales Kennzeichen:

CR

Geographische Lage:

zwischen 8° und 11´ nördlicher Breite sowie 83° und 86° westlicher Länge

Landesfläche:

51.100 km²
31% Wald
11% Ackerland
46% Wiesen und Weiden

Ausdehnung:

NW-SO 450 km
NO-SW 200 km

Küsten:

1.290 km

Hauptstadt:

San José

Größte Städte:

San José (ca. 324.000 Einwohner)
Limón (ca. 57.200 Einwohner)
Alajuela (ca. 49.500 Einwohner)
San Isidro de El General (ca. 41.900 Einwohner)
Desamparados (ca. 39.200 Einwohner)

Gliederung:

7 Provinzen: San Jose, Alajuela, Cartago, Guanacaste, Heredia, Limon, Puntarenas
81 Kantonen
329 Landkreisen

Geographische Merkmale:

größter Berg: Chirripo 3.820 m

Beste Reisezeit:

von November bis Mai

Ortszeit/Zeitzonen:

MEZ - 7 (UTC - 6)

Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter
www.zeit-online.de

Fremdenverkehrsamt:

Tourist Office Central America (TOC), Köln
Severinstraße 10-12
50678 Köln

Sprechzeit: Mo bis Fr 9-12.30, 14-17 Uhr
Tel: (02 21) 931 10 93
Fax: (02 21) 310 18 43
Email: info@centralamerica-tourism.com
Homepage: www.centralamerica-tourism.com

Instituto Costaricense de Turismo, San José
Edif. Genaro Valverde, Calles 5 y 7, Avenida 4
San José

Tel: (00506) 223 17 33
Fax: (00506) 223 54 52, 255 49 97
Email: info@tourism-costarica.com
Homepage: www.tourism-costarica.com

Landessprache:

Amtssprache ist Spanisch. Englisch und Kreolisch werden ebenfalls gesprochen.

Währung:

1 Costa Rican Colón = 100 Céntimos
Währungskürzel: CRC (ISO-Code)
Banknoten gibt es im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000, 500, 100 und 50 CRC; Münzen im Wert von 100, 50,25, 20, 10 und 5 CRC
Den aktuellen Kurs gibt es unter www.wechselkurs.de

Bevölkerung:

3.651.030 Einwohner

Bevölkerungsdichte:

71,5 Menschen je km²

Post/Telegramm/Internet:

Post: Luftpost nach Europa benötigt 6-10 Tage.
Internet/E-Mail: Internetzugang gibt es in einigen Internetcafés und Hotels.
Telegramme: Es gibt einen internationalen Service in San José bei Radiografica Costarricense SA

Strom:

110/220 V, 60 Hz
Adapter erforderlich.

Vorwahlen:

Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 00506

Öffnungszeiten:

Banken: Mo bis Fr 8.30-15 Uhr
Büros: Mo bis Fr 8-16 Uhr
Geschäfte: Mo bis Sa 8-18 Uhr
Supermärkte: Mo bis So 8-21 Uhr
In San José haben viele Geschäfte, Apotheken, Kliniken, Tankstellen und Restaurants auch durchgehend 24 Stunden geöffnet

Staatsform:

Präsidialrepublik

Staatsführung:

Präsident

Staatsreligion:

kein

Impfbestimmungen:

Die aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes gibt es unter www.crm.de

Visa:

Visumfrei als Touristen und Geschäftsreisende für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten. Notwendig sind: bei Ankunft mind. noch 6 Monate gültiger Reisepass, Rückreisetickets, ausreichende Geldmittel.

Botschaften/Konsulate:

Botschaft der Republik Costa Rica, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland
Dessauer Straße 28/29
10963 Berlin

Sprechzeit: Mo bis Do 9-16, Fr 9-15 Uhr
Tel: (0 30) 26 39 89 90
Fax: (0 30) 26 55 72 10
Email: emb-costa-rica@t-online.de

Embajada de la República Federal de Alemania, San José
Barrio Rohrmoser
von dem Haus von Oscar Arias (Expräsident) 200 m nördlich und 75 m östlich
1000 San José
Tel: (00506) 232 55 33, 232 54 50, 232 56 03
Fax: (00506) 231 64 03
Email: info@embajada-alemana-costarica.org
Homepage: www.embajada-alemana-costarica.org

Costa Rica ( = "Reiche Küste", früher auch Kostarika) ist ein Staat in Mittelamerika. Er grenzt im Norden an Nicaragua und im Süden an Panama. Begrenzt wird Costa Rica im Osten durch die Karibik und im Westen durch den Pazifik.
Die Bevölkerung ist überwiegend christlich (89% katholisch, 8% Protestanten).

Geographie

Topographisch lässt sich Costa Rica in drei Großräume gliedern: in die vulkanischen Bergketten der Cordilleras, die Schwemmlandebenen der Karibikküste und die hügelige Pazifikküste. In den Cordilleras gibt es eine Vielzahl noch aktiver und auch erloschener Vulkane, darunter der Turialba. Die drei am meisten besuchten sind der Volcán Poás (2.704 m), der Arenal (1.633 m) und der Irazú (3.432 m). In der zentralen Hochebene (Meseta Central) im Bereich der Zentralkordillere ist Costa Rica am dichtesten besiedelt; hier entstanden mit San José, Alajuela, Cartago und Heredia auch die größten Städte des Landes.
Das Klima Costa Ricas ist durch zwei Jahreszeiten gekennzeichnet: Regen- und Trockenzeit. Die Regenzeit erstreckt sich von Mai bis November, die Trockenzeit von Dezember bis April. Aufgrund der Lage zwischen 8 und 11° nördlicher Breite befindet sich Costa Rica in den Tropen, allerdings differieren die Niederschläge erheblich. In San José fallen im Jahr 1.867 mm, in Puerto Limón an der Karibikküste mit 3.518 mm fast doppelt so viel.

Geschichte

1821 erhielt Costa Rica die Unabhängigkeit von der ehemaligen Kolonialmacht Spanien. Die Geschichte Costa Ricas ist, für mittelamerikanische Verhältnisse, eine Geschichte des Erfolgs. Seit dem späten 19. Jahrhundert gab es dort nur zwei kurze Perioden der Gewalt, die die Demokratisierung des Landes beeinträchtigten.
Die Karibik am Ende des 19. JahrhundertsPräsident José Figueres Ferrer (1948-49, 1953-58, 1970-74) ließ nach dem Beitritt zum TIAR-Pakt die Armee 8.5.1949 per Verfassung abschaffen. Grenzschutzaufgaben hat die Polizei übernommen. 1983 verkündete Präsident Luis Alberto Monge angesichts der Verschärfung der Bürgerkriege in Zentralamerika (v.a. in Nicaragua) die dauernde, aktive und unbewaffnete Neutralität des Landes. Costa Rica wird auch die "Schweiz Mittelamerikas" genannt, nicht nur wegen der bergigen Landschaft, sondern auch wegen des relativen Wohlstands.

Administrative Gliederung

Costa Rica gliedert sich in 7 Provinzen (provincias):
Alajuela (nördlich der Hauptstadt)
Cartago
Guanacaste (Nordwesten)
Heredia
Limón
Puntarenas (Südwesten)
San José (Gebiet rund um die Hauptstadt)

Wirtschaft

Bevölkerungsentwicklung x1000Obwohl Costa Rica immer noch stark landwirtschaftlich geprägt (zum größten Teil Subsistenzwirtschaft, die gemessen am BIP 19 % ausmacht) ist, konnten auch andere Wirtschaftssektoren ausgebaut werden. Eine große Bedeutung hat inzwischen der Tourismus, der 2001 mit 1,1 Millionen ausländischen Besuchern 1,3 Mrd. US-$ Einnahmen brachte. Daneben wurde auch der High-Tech-Sektor ausgebaut; einer der bedeutenden Devisenbringer des Landes ist eine Chipfabrik der Firma Intel. Die meisten Industriebetriebe konzentrieren sich auf der Zentralen Hochebene um die Hauptstadt San José. Der Bananenanbau in ausgedehnten Plantagen befindet sich traditionell an der Karibikküste um den Hafen Puerto Limón und neuerdings auch an der Pazifikküste um die Hafenstadt Golfito.
1960 betrug der Bananenexport in Costa Rica noch 42 % und sank dann innerhalb von 20 Jahren auf ca. 15 % und wieder weitere 20 Jahre später auf unter 4 %. Obwohl die Bananenexportrate sank, wurden mehr Bananen angebaut und exportiert. Der Grund am prozentualen Abfall liegt an der Industrialisierung des Landes, die neue Exportgüter bürgt. Dennoch ist Costa Rica der zweitgrößte Bananen-Exporteur der Welt.
Wirtschaftsstruktur nach Sektoren (2001):
Landwirtschaft Industrie Dienstleistungen Anteil am BIP 9 % 29 % 62 %
Anteil an Erwerbstätigkeit 20,4 % 22,3 % 56,7 %
Costa Rica importierte im Jahr 2002 für 6,65 Mrd. US-$ Waren und exportierte gleichzeitig für 5,25 Mrd. US-$, hatte also eine negative Handelsbilanz. Wichtigste Importgüter waren Rohstoffe (55 %), Konsumgüter (19 %) und Investitionsgüter (17 %). 34 % aller Importe kamen aus den USA. Wichtigste Exportgüter waren Industrieprodukte (20 %), Bananen (9 %), sonstige Agrar- und Fischprodukte (11 %) und Kaffee (3 %). Hauptabnehmerländer waren die USA mit 33 %, Guatemala (7 %), Nicaragua (6 %) und Deutschland (6 %).
Mit einem durchschnittlichen BSP/Kopf von 4.060 US-$ (2001) hat Costa Rica einen relativ hohen Lebensstandard.

Umwelt

Rund 27 % der Fläche Costa Ricas stehen unter Naturschutz, ein Wert, den kein anderes Land der Erde vorweisen kann. In dem 1969 erlassenen Gesetz zur Erhaltung des Waldes wurde Santa Rosa im Nordwesten des Landes an der Pazifikküste als erster Nationalpark eingerichtet. Gleichzeitig wurde eine Nationalparkverwaltung geschaffen, die aber zunächst weder genügend finanzielle Mittel noch Personal besaß, um den Park wirksam gegen Bauern und Neusiedler zu schützen. Der Privatinitiative Einzelner (siehe Regenwald der Österreicher) ist es zu danken, dass inzwischen die Situation deutlich besser geworden ist. Mehr als 20 Nationalparks gibt es über das Land verstreut mit ganz unterschiedlichen charakteristischen Merkmalen.
Die zu Costa Rica gehörende unbewohnte Cocos-Insel (Isla del Coco) liegt 500 km vor der Küste im Pazifischen Ozean; sie darf heute nur mit besonderer Genehmigung betreten werden. Sie ist wie auch die Nationalparks La Armistad und Guanacaste von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.

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