Guinea

Alle Fakten zu dem Land Guinea

Guinea liegt im westlichen Teil des afrikanischen Kontinents. Im Norden wird das Land begrenzt durch Guinea-Bissau und den Senegal, im Osten dagegen durch Mali und die Elfenbeinküste. Der Süden stößt an das Nachbarland Liberia und im Westen grenzt das Land an Sierra Leone. Außerdem erstreckt sich im Westen ein Teil des Landes entlang der Atlantikküste.

Internationales Kennzeichen:

GNB

Geographische Lage:

zwischen 7° und 12° nördlicher Breite sowie 8° und 15° westlicher Länge

Landesfläche:

245.857 km²
59% Wald und Buschland
5% Ackerland
10% Wiesen und Weiden

Ausdehnung:

N - S 600 km
W - O 800 km

Küsten:

320 km

Hauptstadt:

Conakry

Größte Städte:

Conakry (ca. 1.090.600 Einwohner)
Kankan (ca. 55.000 Einwohner)
Nzérékoré (ca. 44.600 Einwohner)
Kindia (ca. 39.100 Einwohner)
Kissidougou (ca. 30.700 Einwohner)

Gliederung:

Acht Regionen mit 33 Präfekturen: Beyla, Boffa, Boke, Coyah, Dabola, Dalaba, Dinguiraye, Dubreka, Faranah, Forecariah, Fria, Gaoual, Gueckedou, Kankan, Kerouane, Kindia, Kissidougou, Koubia, Koundara, Kouroussa, Labe, Lelouma, Lola, Macenta, Mali, Mamou, Mandiana, Nzerekore, Pita, Siguiri, Telimele, Tougue, Yomou
5 Gemeinden Conakrys

Geographisch Merkmale:

höchster Berg: Nimba 1752 m
längster Fluss: Niger (Teil) 4200 km

Beste Reisezeit:

Dezember bis April

Ortszeit/Zeitzonen:

MEZ - 1 (UTC)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter www.zeit-online.de

Fremdenverkehrsamt:

Office National du Tourisme, Conakry
Square des Martyrs
Conakry
Tel: (00224) 45 51 61, 45 51 64
Fax: (00224) 45 51 64
Homepage: www.guinee.gov.gn

Landessprache:

Französisch ist Amtssprache. Umgangssprachen sind u. a. Susu, Mande und Ful.

Währung:

1 Guinea-Franc = 100 Centimes
Aktueller Kurs: www.wechselkurse.de

Währungskürzel:

FG, GNF (ISO-Code)
Banknoten sind im Wert von 5000, 1000, 500, 100, 50 und 25 FG im Umlauf
Münzen im Wert von 25, 10, 5 und 1 FG

Kreditkarten:

Eurocard und MasterCard werden teilweise akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks:

Werden eingelöst, die Gebühren dafür sind jedoch hoch. Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein.

Bevölkerung:

7.360.000 Einwohner

Bevölkerungsdichte:

29.9 Menschen je km²

Post/Telegramm/Internet:

Post: Postämter sind in der Hauptstadt vorhanden
Internet/E-Mail: Hauptanbieter: ETI-Bull (www.eti-bull.net) und BINNTA
Mobiltelefon: GSM 900. Mobilfunkgesellschaften: Celtel Guinea (www.msi-cellular.com), Spacetel Guinee und Sotelgui

Strom:

220 V, 50 Hz

Vorwahlen:

Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 00224

Öffnungszeiten:

Geschäfte: Mo bis Sa meist 8/9 bis 18 Uhr (teilweise mit zwei Stunden Mittagspause)
Banken: Mo bis Fr 8.30-12.30 und 14.30-16.30 Uhr
Büros: Mo bis Do 8-16.30 Uhr, Fr 8-13 Uhr

Staatsform:

Präsidiale Republik

Staatsführung:

Präsident

Staatsreligion:

keine

Impfbestimmungen:

Zu den aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes >> hier

Visa:

Visum notwendig. Zur Beantragung wird ein mind. noch 6 Monate gültiger Reisepass benötigt. Antragsdauer ca. 1 Woche.

Botschaften/Konsulate:

Botschaft der Republik Guinea
mit Konsularabteilung, Bonn
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland, Österreich
Rochusweg 50
53129 Bonn
Sprechzeit: Mo bis Fr 9-14 Uhr
(für Visa- Angelegenheiten)
Tel: (02 28) 23 10 98
Fax: (02 28) 23 10 97

Ambassade de la République fédérale d´Allemagne, Conakry
Conakry Guinea
Tel: (00224) 41 15 06, 45 15 08
Fax: (00224) 45 22 17
Email: amball@sotelgui.net.gn
Homepage: www.conakry.diplo.de

Guinea (frz.: Guinée) ist ein Staat in Westafrika. Es grenzt an Guinea-Bissau, Senegal, Mali, Côte d`Ivoire, Liberia, Sierra Leone und den Atlantik.
Guinea ist eine ehemalige französische Kolonie, die ihre Unabhängigkeit am 2. Oktober 1958 erlangte.

Geografie

Die geographische Lage von Guinea ist zwischen 7° und 12° nördl. Breite, 8° und 15° westl. Länge in Westafrika am Golf von Guinea. Der Nimba ist der höchste Berg mit 1.752 m. Die Lebensräume variieren vom Regenwald im Hochland bis zum Savannen-Grasland.
Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Conakry 1.871.185 Einwohner, Nzérékoré 132.842 Einwohner, Kindia 117.095 Einwohner und Kankan 114.103 Einwohner.

Bevölkerung

Die in Guinea vorherrschende Religion ist der sunnitische Islam. Neben der Amtssprache Französisch werden Fulbe (Peulh, Fula), Malinke und Susu sowie weitere einheimische Sprachen gesprochen.

Alterstruktur:

• 0-14 Jahre: 44,4 %
• 15-64 Jahre: 52,4 %
• 65 Jahre und älter: 3,2 %

Ethnische Gruppen:

Peulh (Fula) 40 %, Malinke 30 %, Susu 20 %, kleinere ethnische Gruppen 10 %

Religion:

Muslime 85 %, Christen 8 %, traditionelle Religionen 7 %

Geschichte

Ab dem 18. Jahrhundert gab es im Futa Jalon, im heutigen Mittelguinea, die Fulbe-Theokratie.
Ab 1850 begannen systematische Kolonisierungsversuche durch Frankreich, die auf zum Teil heftigen Widerstand stießen, vor allem im heutigen Oberguinea unter der Führung von Samory Touré.

1892/1893 wurde das heutige Guinea als Teil Französisch-Westafrikas französische Kolonie.

Am 2. Oktober 1958 entschied Guinea sich in einer Volksabstimmung als einzige französische Kolonie in Afrika für die vollständige Unabhängigkeit. Es folgte die Ausfrufung der Ersten Republik mit Sékou Touré als Staatspräsidenten; es kam zum Bruch mit Frankreich.

Im November 1958 nahm man diplomatische Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland auf.

Im November 1970 erfolgten die portugiesische Landung in Guinea und ein Umsturzversuch von Exilguineern, der jedoch scheiterte. Die diplomatischen Beziehungen zu Deutschland wurden abgebrochen und erst 1995 wiederaufgenommen.

Nach dem Tod Sekou Tourés am 26. März 1984 übernahm am 3. April 1984 der Oberst Lansana Contée die Macht, gestützt auf ein Militärkomitee. Es kam zur Proklamation der 2. Republik.

Nach Ausbruch des Bürgerkriegs 1990 in den Nachbarländern Liberia und Sierra Leone kamen Tausende von Flüchtlingen nach Guinea; zeitweise bis zu 700.000. Noch heute (Stand 2004) sind es ca. 150.000.

Am 19. Dezember 1993 wurde in der ersten demokratischen Präsidentschaftswahl General Lansana Contée als Präsident bestätigt. Es folgte die Ausrufung der 3. Republik im Januar 1994.

In den darauf folgenden Jahren kam es zu Aufständen, die im Februar 1996 in die Niederschlagung einer Militärrevolte gipfelten.

Am 18. Dezember 1998 wurde Präsident Lansana Contée mit 54 % der abgegebenen Stimmen für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt, wobei die Oppositionsparteien allerdings von massivem Wahlbetrug sprechen. Schon tags darauf werden mehrere Oppositionspolitiker verhaftet. Contée ernennt am 8. März 1999 den Präsidenten des Obersten Gerichtshofes, Lamine Sidimè vom "Parti de l`unité et du progrès" (PUP), zum neuen Regierungschef.

Von September 2000 bis März 2001 wehrte man Angriffe sierraleonischer und liberianischer Rebellen auf das guineische Staatsgebiet ab.

Im November 2001 wurden durch ein umstrittenes Referendum zur Verfassungsänderung, u. a. die rechtlichen Voraussetzungen für einen Verbleib von Staatspräsident Lansana Contée im Amt über 2003 hinaus geschaffen.

Bei einem Gipfeltreffen der Staatspräsidenten von Guinea, Liberia und Sierra Leone in Rabat im Februar 2002, wurden Wege zur Beilegung des Regionalkonflikts erörtert.

Im Juni 2002 endeten die von wichtigen Oppositionsparteien boykottierten, nicht demokratisch verlaufenen Parlamentswahlen mit einem klaren Sieg der Präsidentenpartei PUP.

Bildung

In Guinea herrscht eine Analphabetenquote von 70 %, die Einschulungsrate im Primärschulbereich liegt bei etwa 50 %, im Sekundärbereich bei 10 % und im Hochschulbereich bei 1 %.

In Guinea gibt es zwei Universitäten, in der Hauptstadt Conakry und in Kankan, bei denen insgesamt etwa 6.000 Studenten eingeschrieben sind.

Verwaltung

Guinea wird in vier inoffizielle Regionen eingeteilt: Niederguinea, Oberguinea, Futa Jalon und Waldguinea. Offiziell besteht Guinea aus 33 Präfekturen und der Sonderzone Conakry. Die Präfekturen sind:

Beyla, Boffa, Boké, Coyah, Dabola, Dalaba, Dinguiraye, Dubréka, Faranah, Forécariah, Fria, Gaoual, Guéckédou, Kankan, Kérouané, Kindia, Kissidougou, Koubia, Koundara, Kouroussa, Labé, Lélouma, Lola, Macenta, Mali, Mamou, Mandiana, Nzérékoré, Pita, Siguiri, Télimélé, Tougué und Yomou.

Wirtschaft

Guinea gehört zu den ärmsten und industriell am wenigsten entwickelten Ländern der Erde. Einige Kennziffern der Wirtschaft Guineas:
•Anteil der Wirtschafstsektoren an der Gesamtwirtschaft • Landwirtschaft: 24 %
• Industrie: 31 %
• Dienstleistungen: 45 %
• Bruttosozialprodukt pro Kopf: 430 Euro •Durchschnittl. Jahreseinkommen je Einwohner: 190 Euro • Inflation: 3,5 %

Bodenschätze in Guinea: Bauxit, Uran, Diamanten
Wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse: Kaffee, tropische Früchte, Fisch, Holz

Berühmte Personen aus Guinea

•Sékou Touré 1371-1984 (erster Präsident von Guinea)
• Sona Diabaté (Musikerin)
• Mory Kante (Musiker)
•Famoudou Konaté und Mamady Keïta (bekannteste "Djembéfola" -Meister der Djembetrommel- auch als Lehrer in Deutschland aktiv)
•Miriam Makeba (südafrikanische Exilantin, Musikerin)

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Reisen

 

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