Zandvoort ist eine Gemeinde in der Provinz Nordholland in den Niederlanden. Die Gemeinde hat 16.851 Einwohner (2003) auf einer Fläche von 33,82 km². Zandvoort lebt vom Tourismus. Vor allem im Sommer sind die ausgedehnten Strände von Badegästen gut besucht.
Zandvoort war schon um 1100 bekannt und hieß damals noch Sandevoerde; der Name setzte sich aus Sand und Voorde (Furt) zusammen. Bis 1722 war das ganze Gebiet unter der Herrschaft der "Heren van Brederode". Jahrhunderte lang lebte das Dorf vom Fischfang, bis 1828 das erste Badehaus eröffnet wurde. Zahlreiche berühmte Persönlichkeiten, unter anderem auch die Kaiserin Sisi von Österreich, kamen hierher zur Erholung. Auch nachdem in der Mitte des 19. Jahrhunderts in den Dünen mit dem Kartoffelanbau begonnen wurde, blieb der Tourismus bis heute die Haupteinahmequelle. Besonders, seit Zandvoort 1881 an das Niederländische Schienennetz angebunden wurde und 1899 auch noch eine Straßenbahnverbindung mit Haarlem folgte.
Während der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts gab es in Zandvoort den höchsten Prozentsatz an Mitgliedern des NSB - der ehemaligen Niederländischen Nationalsozialistischen Bewegung. Der Zweite Weltkrieg richtete in Zandvoort viel Schaden an. Am 23. Mai 1942 wurde der Zugang zum Strand verboten und kurze Zeit später wurde fast ganz Zandvoort geräumt. Badehäuser und Boulevards mussten dem Deutschen Atlantikwall Platz machen. Noch immer findet man im ganzen Gebiet viele Bunker.
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Circus Zandvoort - ein Vergnügungspark, der 1991 eröffnet wurde und von
dem Architekt Sjoerd Soeters gestaltet wurde
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Circuit Park Zandvoort - Eine Rennstrecke, auf der zwischen 1952 und
1985 mit einigen Unterbrechungen die Formel 1 gastierte. Heute wird die
Strecke immer noch z. B. für die Deutsche Tourenwagenmeisterschaft
(DTM) und die Marlboro Masters genutzt. Die Strecke wurde 1948 gebaut
und windet sich durch die Dünenlandschaft der Nordsee. Der
ursprüngliche Streckencharakter besteht hauptsächlich aus schnellen
Kurven und einer Haarnadelkurve nach Start und Ziel. Da die Strecke
nach 1971 nicht mehr den Sicherheitsstandards entsprach, wurde sie
umgebaut und erst 1973 wieder in den Formel 1-Kalender aufgenommen. Man
hatte eine neue Schikane, mit dem Namen Panorama, hinzugefügt. Trotz
der neuen Standards verunglückte ein Pilot im Rennen tödlich. 1979
fügte man eine weitere Schikane hinzu, was aber nichts daran ändern
konnte, dass nach 1985 die Formel 1 nicht mehr in Zandvoort gastierte.
Heute ist Zandvoort noch mehr modifiziert, wird aber immer noch für
verschiedene Rennveranstaltungen genutzt.
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