
Die eigentliche Attraktion Fuerteventuras sind wohl die weiten Strände entlang der Ostküste. Im Norden, nahe Corralejo, gibt es seit 1987 den unter Naturschutz stehenden Dünenpark, zu dem auch die vorgelagerte, unbewohnte Insel Los Lobos gehört. Sie ist in wenigen Stunden umwandert und bietet Sehenswertes wie den Leuchtturm, die schnell erklommene Montaña de Lobos, die Sandbucht Playa Las Conchas, Überreste der Salinen im Westen, die Lagunen im Nordosten und die überall sichtbaren Vulkanöfchen (Hornitos) auf dem rauen Land (Malpais).
Der Westen der Insel besteht zu einem großen Teil aus sehenswerter Steilküste. Vom Baden sollte jedoch wegen der lebensgefährlichen, ablandigen Strömungen abgesehen werden.
Wer mit einem Auto unterwegs ist, sollte nicht auslassen, die Berge zu durchfahren. Die raue und kahle Landschaft der Berge besitzt einen ganz eigenen Charme. Des öfteren trifft man am Straßenrand auf Streifenhörnchen, die sich flink durch die Steine bewegen und von Fall zu Fall an Menschen gewöhnt sind.
Am 18. Januar 1994 lief der Luxusliner American Star vor dem entlegenen Strand Playa de Garcey auf Grund und brach kurz darauf auseinander. Beim Versuch, zu diesem Wrack zu schwimmen und dort Gegenstände zu bergen, sind bereits einige Menschen gestorben, da unberechenbare Strömungen, herumliegende Wrackteile und heftige Wellen dies zu einer lebensgefährlichen Unternehmung machen.
Betancuria wurde 1404 von dem Eroberer Jean de Béthencourt gegründet und war bis 1834 Hauptstadt und Regierungszentrum der Insel. Viele historisch wertvolle Gebäude kann man hier besichtigen und sich auf eine Reise in die Geschichte begeben.
Der Weg nach Cofete - von Morro del Jable aus rund 37 Kilometer – lohnt sich bereits für die Anfahrt. Auf dem 223 Meter hohen Pass Degollada de Agua Oveja eröffnet sich ein herrlicher Panoramablick auf den zehn Kilometer langen Küstenstreifen. Der Ort selbst liegt verschlafen zwischen Steinhäusern und bietet nur ein einziges Lokal zum Einkehren. Doch die beiden Sandstrände Playa de Cofete und Playa de Barlovento lohnt es zu besichtigen, romantisch und fast menschenleer sind sie für eine kleine Wanderung wie geschaffen. Wegen der starken Brandung sollte man jedoch nicht im Wasser Baden.
Eine weitere Sehenswürdigkeit im nordwestlichen Inselinneren ist das Ecomuseo de Algocida in Tefia. Mit EU-Mitteln wurden hier in den letzten Jahren mehrere verfallene Bauernhöfe restauriert, und es wird die Handwerkskunst und Lebensweise der Bevölkerung Fuerteventuras vor der Zeit des Tourismus gezeigt. Zu sehen sind Steinmetze, Bäcker, Stellmacher, Stickerinnen u.v.m.
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