Olympos ist eine antike Stadt an der Ostküste Lykiens (Kleinasien,
Türkei) und wird heute Deliktas genannt. Sie ist von Antalya rund 72 km
entfernt und liegt, wie auch Phaselis, im Nationalpark Olimpos
Beydaglari. Von der einst so bedeutenden Stadt des Lykischen Bundes,
ist leider nicht mehr viel wissenschaftlich Bedeutsames bekannt.
Deshalb faszinieren die Ruinen heute mehr durch ihre malerische Lage an
einem Bachlauf in Strandnähe, als durch ihren historischen Wert.
Bauten und Münzprägung legen eine Gründung in hellenistischer Zeit nahe. Als bedeutendes Mitglied des Lykischen Bundes wird Olympos zu Beginn des 1. Jahrhunderts v. Chr. erwähnt, fiel aber ebenso, wie das nahe gelegene Phaselis, den Piraten zum Opfer, die 77/6 v. Chr. von Publius Servilius Vatia (Isauricus) vernichtend geschlagen wurden. Ihren einstigen Wohlstand erreichte sie auch zur römischen Kaiserzeit unter Hadrian nicht mehr, obwohl sie noch einmal einen Aufschwung nehmen konnte. Berühmt war Olympos allerdings wegen seines Kultes für Hephaistos, der im unmittelbaren Zusammenhang mit den nahe gelegenen "ewigen Feuern" der Chimaira zu sehen ist. Im 3. Jahrhundert n. Chr. wird Olympos noch einmal als Bischofssitz erwähnt – im 15. Jahrhundert verließen jedoch die letzten Einwohner endgültig die Stadt.
Olympos liegt zu beiden Seiten eines kleinen Bachlaufes, an dem noch
Reste einer Brücke zu sehen sind, die beide Stadtteile miteinander
verband. Lange Zeit wurde die Stadt ganz einfach vergessen - Die noch
bestehenden Baureste wie zum Beispiel das kleine römische Theater sind
stark verfallen und weitgehend überwuchert,. Ein früherer See ist heute
versumpft – hier befinden sich die Ruinen eines Tempels aus dem 2.
Jahrhundert n. Chr. Bemerkenswert ist die Nekropole mit zahlreichen
Gräbern und Inschriften, die aber keine lykischen Merkmale aufweisen.
Neben den Resten einer byzantinischen Basilika zeugen noch auf einem
Hügel gelegene Besiedlungsreste von der Verarmung der Siedlung im
Mittelalter. Daher gilt der weite, unberührte Sandstrand unmittelbar
vor den Ruinen bei Besuchern als die eigentliche Attraktion von Olympos.
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