
Der Arabuko Sokoke National Park befindet sich 7 km von der Küste entfernt zwischen den Städten Malindi und Kilifi, 110 km nördlich von Mombasa. Der Park wurde 1942 als Crown Forest gegründet und wurde 1960 offiziell in Arabuko Sokoke National Park umbenannt. Er stellt mit 420 km2 das größte verbliebene zusammenhängende Stück des für diese Region typischen, trockenen Küstenwaldes dar.
Der Nationalpark beinhaltet das Mida Creek-Ökosystem, ein großflächiges Mangroven-Übeschwemmungsgebiet, das eine enorme Anzahl an Wasservögeln anzieht. Arabuko Sokoke beheimatet 250 Schmetterlingsarten, 230 Vogelarten, 40 Säugetierarten sowie ca. 600 Pflanzenarten.
Der Amboseli Nationalpark ist ein im Südwesten Kenias, direkt an der Grenze zu Tansania, befindliches Tierreservat. Die Besitzer des umliegenden Landes sind Massai, die traditionell keine fremden Jäger in ihrem Territorium dulden; das Tierreservat ist deswegen weitgehend von Wilderern verschont geblieben. So konnte sich hier beispielsweise eine Population von afrikanischen Elefanten erhalten, deren Altersstruktur und Generationengefüge unverzerrt geblieben sind. Unter den rund 800 Elefanten befinden sich daher auch noch alte Kühe und Bullen, so dass sich das reiche und komplexe Sozialverhalten der Elefanten beobachten lässt.
Der nur 390 Quadratkilometer große Amboseli-Park, der von Wildhütern und Wissenschaftlern ganzjährig überwacht wird, ist daher Heimat des Amboseli Elephant Research Project, das seit 1972 das Sozialverhalten, die Altersstruktur und die Populationsdynamik afrikanischer Elefanten untersucht. Vom Amboseli National Park in Kenya hat man direkte Sicht auf den größten Berg Afrikas, den Kilimanjaro (5.895 m). Der Berg selbst befindet sich in Tansania, bestimmt aber das Wetter, speziell die Regentage des kenianischen National Parks zu seinen Füßen.
Die Landschaft dieses National Parks ist geprägt von sodahaltigem grauen Staub. Akazienwälder, Sümpfe und offene Savanne wechseln sich ab und bieten vielen Großwildarten eine Heimat. Der große Amboseli See (Lake Amboseli) bedeckt rund ein drittel der Parkfläche, ist aber nur saisonal ganz mit Wasser gefüllt.
Im Parkzentrum gibt es eine Handvoll Safari-Gästehäuser mit gehobenen Standard. Weiterhin verfügt der Park über einen Platz zum Zelten.
Die Anfahrt ist über die Tore Namanga Gate im Nordwesten, Lembeiboti Gate im Norden und Kimana Gate im Osten möglich. Zusätzlich verfügt der National Park über eine Landepiste für Flugzeuge.
Der Lake-Nakuru-Nationalpark liegt bei Nakuru um den Nakurusee. Er wird jährlich von etwa 200.000 Besuchern und Touristen aufgesucht und hat damit die zweitgrößte Anzahl an Besuchern hinter dem Massai Mara.
Das einmalige Naturschauspiel der etwa zwei Millionen Flamingos machte es schon früh nötig, die Tiere zu schützen. In einem ersten Schritt erklärte noch die Kolonialregierung 1961 die südlichen zwei Drittel des heutigen Parks zu einem Vogelschutzgebiet. 1967 wurde der Park unter der neuen schwarzafrikanischen Regierung der erste Vogelschutz-Nationalpark in ganz Afrika.
1969 wurde der Park auf den ganzen See und das Umland ausgedehnt und hat sich seitdem auf jetzt 188 km² vergrößert. 450 Vogelarten, davon 90 Wasservögel, sind festgehalten worden. Über 50 Säugetierarten (Antilopen, Wasserböcke, Affen, Büffel, Giraffen, Schlangen) sind hier registriert, und man kann sogar Löwen sehen. Elefanten hat der Park keine, dazu ist er zu klein. Am Ostufer des Sees wächst der größte reine Baum-Euphorbienwald (Euphorbia candelabrum) in Afrika. Die Baboon-Cliffs (Pavianfelsen) am südwestlichen Rand bieten dem Besucher einen grandiosen Überblick über den ganzen See und die Szenerie der Flamingo-Kolonien.
Nähert man sich dem See, dann riecht und hört man die Vögel mit ihrem lauten Dauergeklapper. Der Nationalpark ist auch ein Nashorn-Schutzgebiet mit einer Population von mehr als 60 Spitz- und Breitmaulnashörnern, die aus allen Teilen Kenias hierher gebracht wurden und von 14 Rangern (Wildhütern) rund um die Uhr geschützt werden. Die beiden Nashornarten kann man schon von weitem leicht unterscheiden: Spitzmaulnashörnern (Black rhinos) tragen den Kopf hoch und zupfen mit ihren spitzen Lippen Blätter von Büschen und kleinen Bäumen.
Breitmaulnashörner (White rhinos) fressen mit gesenktem Kopf und ihren weiten Mäulern ausschließlich Gras. „White“ hat also nichts mit der Farbe zu tun, sondern ist eine englische Sprachumdeutung von „wide“ = weit oder breit. 1977 brachte man einige der sehr seltenen und gefährdeten Rothschildgiraffen hierher, die sich so kräftig auf 70 Exemplare vermehrt haben, dass sie schon wieder bis nach Uganda hin ausgewildert werden konnten, wo sie durch den Bürgerkrieg vom Aussterben bedroht waren.
Der Tsavo West National Park besitzt eine Fläche von über 9.000 km², was ungefähr 30 % der Gesamtfläche aller Parks in Kenia entspricht. Seine Savannen erstrecken sich von der tansanischen Grenze im Süden bis zur Straße zwischen Mombasa und Nairobi im Norden. Diese Straße bildet die gemeinsame Grenze zum Tsavo East National Park.
Der Aberdare-Nationalpark liegt etwa 100 km nördlich von Nairobi. Der Nationalpark hat eine Fläche von 767 km². Er besteht aus der Aberdare Range, einer Bergkette, die sich von Norden nach Süden erstreckt, und deren östlichen, dicht bewaldeten Vorgebirgen. Der höchste Gipfel im Norden, der Ol Doinyo Satima, ist 3.995 m hoch. Seinen offiziellen Namen erhielt der Nationalpark nach dem Entdecker der Region, Lord Aberdare, einem ehemaligen Präsidenten der Royal Geographical Society. Die dunklen, feuchten Wälder des Gebiets dienten 1947-1956 als Unterschlupf für die Mau-Mau-Guerilla.
Der Tsavo-East-Nationalpark ist ein Nationalpark mit einer Fläche von etwa 13.747 Quadratkilometern. Im Gegensatz zum Tsavo West National Park ist die Landschaft jedoch wesentlich trockener. Im südlichen Teil gibt es vor allem Gras- und Buschsavannen, im nördlichen Teil gehen diese in Halbwüsten über.
Die typisch rote Farbe der Erde im Nationalpark ist vulkanischen Ursprungs und gibt den bekannten "Red Elephants" seine Farbe: Die Elefanten pudern sich zur Hautpflege mit Staub ein, wobei ein Teil des Staubs an ihnen haften bleibt.
Im Park findet man Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden. Weiterhin gibt es noch etwa 60 weitere große Säugetierarten, wie z. B. Giraffen, Zebras und verschiedene Antilopenarten.
Die Straße zwischen Mombasa und Nairobi bildet die Grenze zum angrenzenden Tsavo West National Park.
In den vergangenen Jahren haben sich die Populationen der Elefanten und Löwen im Tsavo National Park so stark vermehrt, so dass die Tierdichte extrem hoch ist und einige Tiere den Nationalpark verlassen um Futter zu suchen. Häufig beklagen sich die in den angrenzenden Siedlungen lebenden Menschen in Taveta und im Kasigao über wütende Elefanten, die sowohl Felder, Hütten als auch Wasserleitungen außerhalb des Nationalparks zerstören. Zudem wurden immer wieder Überfalle von jungen Löwen auf wasserholende Kinder und Frauen gemeldet.
Seit dem Jahr 2002 ist ein sprunghafter Anstieg der Wilderei mit Fallen zu verzeichnen! Aus diesem Grund patroulliert der Kenya Wildlife Service (KWS) verstärkt an den Parkgrenzen, unterstützt wird die staatliche Organisation hierbei durch ein so genanntes „desnaring“ Team welches vom David Sheldrick Wildlife Trust aufgestellt wurde. David Sheldrick war der erste Chefwildhüter im Tsavo Ost National Park und maßgeblich am Aufbau des Parks beteiligt. Neben dem Aufspüren von Schlingen und Festnehmen von Wilderern bemühen sich sowohl der KWS als auch das „desnaring“ Team um Aufklärung der lokalen Bevölkerung. Anders als viele andere Wildschutzgebiete gilt speziell der Tsavo Ost als eine für Menschen lebensfeindliche Umgebung und bietet somit eigentlich beste Voraussetzungen für ein großes Rückzugsgebiet für Tiere. Dies ist auch einer der Hauptgründe, warum der Tsavo zu einem der größten Nationalparks Ostafrikas wurde.
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