Mali liegt in Westafrika und wird im Westen begrenzt durch Mauretanien und den Senegal. Der Norden des Landes stößt an Algerien, der Osten an Niger. Im Süden grenzt Mali an die Nachbarländer Burkina Faso, die Elfenbeinküste und Guinea. Die Landesmitte ist durchzogen mit der unfruchtbaren Sahelzone.
RMM
zwischen 10° und 25° nördlicher Breite sowie 12° 10´ westlicher Länge und 4° 15´ östlicher Länge
1.240.192 km²
6% Wald
2% Ackerland
24% Wiesen und Weiden
NO - SW 1800 km
Besitzt keine Küste.
Bamako
Bamako (ca. 800.000 Einwohner)
Ségou (ca. 88.800 Einwohner)
Mopti (ca. 73.900 Einwohner)
Sikasso (ca. 73.000 Einwohner)
Gao (ca. 54.800 Einwohner)
Zentralregierung mit Aufgliederung in 8 Regionen: Gao, Kayes, Kidal, Koulikoro, Mopti, Segou, Sikasso, Tombouctou und dem Distrikt Bamako.
höchster Berg: Hombon Tondo 1155 m
längster Fluss: Niger (Teil) 4200 km
November bis Anfang März
MEZ - 1 (UTC)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter www.zeit-online.de
Office Malien du Tourisme et de l´Hôtellerie (OMATHO), Bamako
Rue Mohamed V
Bamako
Tel: (00223) 222 56 73
Fax: (00223) 222 55 41
Email: omatho@timbagga.com.ml
Homepage: www.le-mali.com/omatho
Ministère de l´Artisanat et du Tourisme, Bamako
Badalabougou Semagesco
Bamako
Tel: (00223) 223 63 43/44, 223 64 50
Fax: (00223) 223 82 01
Email: malitourisme@afribone.net.ml
Homepage: www.tourisme.gov.ml
Amtssprache ist Französisch. Umgangssprachen sind Arabisch, Bambara, Songhai-Jerma, Manding, Soninké und Ful.
1 CFA Franc = 100 Centimes
Aktueller Kurs:www.wechselkurse.de
CFA Fr, XOF (ISO-Code)
Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2500, 1000 und 500 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 250, 100, 50, 25, 10, 5 und 1 CFA Fr.
Visa, Diners Club, MasterCard und Eurocard werden in begrenztem Umfang angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Werden in Banken angenommen. Sollten in Euro oder US-Dollar ausgestellt sein.
10.960.000 Einwohner
8.8 Menschen je km²
Post: Luftpostsendungen nach Europa benötigen etwa zwei Wochen. Auslandssendungen werden nur von größeren Städten und Hauptpostämtern befördert.
Internet/E-Mail: Hauptinternetanbieter: die staatliche Telekommunikationsgesellschaft Société des Télécommunication du Mali (SOTELMA) und die vier privaten Gesellschaften MaliNet , Cefib, Datatech und Spider. In Bamako gibt es ein Internetcafé.
Mobiltelefon: GSM 900. Netzbetreiber: Malitel-SA
220 V, 50 Hz (in Bamako). Die anderen größeren Städte haben eigene Generatoren.
Nach Deutschland: 00223
Von Deutschland: 0049
Geschäfte: Mo bis Sa 8-12 Uhr und 15-18 Uhr
Banken: Mo bis Do 7.30-12 Uhr und 13.15-15 Uhr, Fr 7.30-12 Uhr
Büros: Mo bis Do 8-15.30 Uhr, Fr 8-12 Uhr
Regierungsstellen: Mo bis Do 8-16 Uhr, Fr 8-12 Uhr
Republik mit Mehr-Parteien-System
Präsident
keine
Zu den aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes >> hier
Visum notwendig. Zur Beantragung wird u. a. ein bei der Ankunft noch 6 Monate gültiger Reisepass benötigt. Antragsdauer ca. 1 Woche.
Botschaft der Republik Mali
mit Konsularabteilung, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland, Schweiz, Österreich
Kurfürstendamm 72
10709 Berlin
Sprechzeit: Mo bis Fr 9-16 Uhr
Tel: (0 30) 319 98 83
Fax: (0 30) 31 99 88 48
Email: ambamali@01019sinet.de
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne, Bamako
Badalabougou Est, rue 14, porte 334
Bamako
Tel: (00223) 222 32 99, 222 37 15
Fax: (00223) 222 96 50
Email: allemagne.presse@afribone.net.ml
Mali ist ein Staat in Westafrika. Westliches Nachbarland ist Senegal. Im Norden liegen Algerien und Mauretanien. Östliches Nachbarland ist Niger. Im Südosten liegt Burkina Faso, im Süden Côte d´Ivoire und im Südwesten Guinea. Mali zählt zu den Entwicklungsländern.
Der Staat gliedert sich in 8 Regionen und den Hauptstadtdistrikt.
74 % der malischen Bevölkerung sind Analphabeten, nur etwa zwei Drittel haben Zugang zu frischem Trinkwasser. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 49 Jahren. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf liegt bei nur etwa 230 US$.
Neben der Amtssprache Französisch, die jedoch meist nur als Fremdsprache gesprochen wird, gibt es in Mali zahlreiche einheimische Sprachen: Bambara, Fulani oder Songhai. Von vielen Maliern werden mehrere dieser Sprachen verstanden.
Im Norden Malis kam es in der Vergangenheit häufiger zu Konflikten mit den dort heimischen Nomaden, den Tuareg.
Mali war vom 11. Jahrhundert bis 1893 ein islamisches Großreich. 1893 wurde es mit der Eroberung von Timbuktu unter dem Namen Französisch-Sudan zur Kolonie Frankreichs. Seine Unabhängigkeit von Frankreich erlangte Mali am 22. September 1960, der seither als Nationalfeiertag gilt:
Nach der Unabhängigkeit 1960 war Mali ein Einparteienstaat, 1968 putschte sich General Moussa Traoré an die Macht, 1991 kam es dann nach Unruhen zu demokratischen Reformen, und eine Verfassung wurde geschaffen. 1992 wurde Dr. Alpha Oumar Konaré zum Präsidenten gewählt. Die Wahl 2002 gewann Amadou Toumani Touré, allerdings war die Wahlbeteiligung mit ca 30% sehr sehr gering.
Mali besteht zu zwei Dritteln aus Wüste. Das Land hat Anteil an Sahara, Sahelzone und Sudan. Die nördliche Landeshälfte wird von einem Ausläufer des algerischen Ahaggar-Massivs überragt. Den südlichen und zentralen Teil durchzieht der Niger in breiten Tiefländern. Zwischen Ségou und Timbuktu bildet der Niger ein großes Binnendelta - die Massina. Die Klimazonen reichen vom tropisch-feuchten Sudanklima bis zum Wüstenklima der Sahara. Entsprechend nehmen die Jahresniederschläge gegen Norden von über 1000 mm auf weniger als 100 mm ab. Mitunter bleiben die Regenfälle jahrelang aus. Die Vegetation besteht im Süden aus Feuchtsavanne (mit Galeriewäldern an den Flussläufen), die nach Norden in Dornbuschsavanne übergeht; es folgen schließlich Halbwüste und der saharische Wüstengürtel.
Weniger als 2% der Landesfläche werden als Ackerland verwendet, gleichzeitig beschäftigt die Landwirtschaft jedoch rund 80% der erwerbstätigen Bevölkerung. In den Gebieten der Flüsse Niger und Senegal sowie südlich der 600 mm Isohyete ist Ackerbau als Überflutungs-, Bewässerungs-, und Regenfeldbau möglich. Zu den Hauptanbauprodukten gehören Erdnuss, Mais, Sorgum sowie Baumwolle.
Auf Grund der Niederschlagsmenge von 600 mm im Jahr, die, je nördlicher man kommt, abnimmt, besteht ein Ernterisiko. Die Anbauzonen werden jedoch durch die Bevölkerungsexplosion weit über die Trockengrenze ausgedehnt. Nördlich der 600 mm Isohyete, im Bereich des 200 mm Jahresniederschlages werden Weizen sowie Grünfutter angebaut. Südlich der 600 mm Isohyete befindet sich eine Zone mit 700 bis 1900 mm Jahresniederschlag und somit größerer Erntesicherheit.
Die traditionelle Wirtschaftsform ist der Wanderhackbau. Angebaut wird meist bis zur Bodenerschöpfung, die nach 3-5 Jahren eintritt. Früher lag dieses Land 10-20 Jahre brach, bevor es erneut bewirtschaftet wurde. Diese Zeit hat sich bis heute immer weiter verkürzt. Gründe hierfür sind das Bevölkerungswachstum und die Besitzstruktur: bei den meisten Stämmen hat jeder Stammesangehörige Anspruch auf ein Stück Land. Regenfeldbauern im Gebiet Malis legen außerdem mehr Felder an, als in Gunstjahren zur Eigenversorgung eigentlich notwendig wären. Es werden sowohl Gunststandorte als auch weniger fruchtbare Felder bestellt.
Eine erste Gruppe dieser Felder, die nicht auf Gunststandorten gelegen ist, wird nach den ersten Niederschlägen mit verschiedenen Feldfrüchten unterschiedlicher Vegetationsperioden bestellt.
Diese Strategie führt dazu, dass in günstigen Jahren mit genügend Niederschlag die Ernteerträge hoch sind und in Dürrejahren trotzdem noch mit kleinen Erträgen zu rechnen ist. Diese Risikominimierung führt durch einen großen Kulturlandverbrauch zu einer Erhöhung der Desertifikationsgefahr. Da die mehrjährige Speicherung der Ertragsüberschüsse traditionell üblich ist, würde die Alternative, nämlich nur Gunststandorte intensiv zu bewirtschaften, zwar in Ungunstjahren ähnliche Erträge erzielen, Gunstjahre würden jedoch um einiges bescheidener ausfallen. Dies würde eine Risikoerhöhung für die Bauern darstellen.
Diese traditionellen Art der Landnutzung ist tief in der Bevölkerung verwurzelt.