
Es Baluard ist das neue Museum der Stadt Palma de Mallorca für moderne und zeitgenössische Kunst.
Das Museum liegt in einer Eckbastion der Renaissance-Stadtmauer am Passeig Marítim von Palma de Mallorca auf der Balearen-Insel Mallorca.
Das Museum wurde als neues Gebäude innerhalb einer alten Befestigungsanlage der Rennaissance-Stadtmauer errichtet.
Die als "Baluard de Sant Pere" bekannte Festung in der Altstadt Palmas befand sich in einem Zustand des Verfalls. Die Bereitschaft der Stadtverwaltung, diese Bastei für den Bau eines Museums für moderne und zeitgenössische Kunst zur Verfügung zu stellen, löste den Platzbedarf für die Kunstsammlungen und trug zur urbanistischen Dynamisierung der gesamten Zone bei.
Das Museum mit einer Gesamtfläche von 5.000 m² ist auf verschiedenen
Ebenen durch unterschiedliche Routen mit der Stadt verbunden. Es
erstreckt sich über drei Stockwerke, die verschiedenen Ebenen sind über
Rampen, Balkone und Galerien miteinander verbunden, Oberlichter lassen
das Tageslicht ein. Eine Route führt von der Stadt durch die Porta de
Santa Catalina mit dem Aussichtspunkt zum Meer hin und von dort zum
Viertel Sant Pere und dem Uferboulevard Paseo Marítimo. Über einen
anderen Weg kommt man zum obersten Bereich der Stadtmauer, von dem aus
die die Bucht von Palma und das Museum selbst überblickt werden kann.
Somit ermöglicht ein Museumsbesuch dem künstlerischen Reiz zugleich den
Besuch eines historischen Baudenkmals, dessen Terrassen spektakuläre
Ausblicke über die Stadt und die Bucht, zum Castell de Bellver und auf
die Kathedrale eröffnen.
Das Museum Es Baluard wurde mit drei Ausstellungen auf einer Fläche von 2.500 m² am 30. Januar 2004 eingeweiht:
1. Es Baluard Año 0
gliedert sich in neun Bereiche: "Mediterrane Landschaftsmalerei"
(Joaquín Sorolla, Joan Miró, Jorge Anckermann, Antoni Gelabert, Eliseo
Meinfrén, Anglada Camarasa), "Weiblicher Akt und Frauenportraits" (Kees
Van Dongen, Pablo Picasso, René Magritte), "Meisterwerke auf Papier"
(Henri Matisse, Wassily Kandinsky), "Informelle Kunst" (Maria
Blanchard, Hans Hartung, Antonio Saura, Manolo Millares, Lucio
Fontana), "80er Jahre" (Miquel Barceló, Maria Carbonero, Sicilla, Nino
Longobardi, Anselm Kiefer), "Miró Intimó" (seine Mallorca-Serie),
Keramik von Picasso, Neueste Strömungen (Fabrizzio Plessi, Bernadí
Roig, Susy Gómez, Ben Jacober, Sean Scully).
2. Licht gefangen im Bauch des Wales
Im ehemaligen Wasserpeicher des Gebäudes, El Aljub genannt, ein
beeindruckendes Gewölbe tief unten in den Kasematten. El Aljub wurde in
der Renaissance als Wasserspeicher angelegt. Damals reichte das Meer
bis an die Stadtmauer von Palma, hier füllten die Schiffe ihre
Wassertanks auf. Das Gewölbe wurde erst bei den Ausschachtungen für das
Museum wieder entdeckt. Die deutsche Künstlerin Rebecca Horn
interpretiert die unterirdische Halle als den Bauch eines Wals - ideal
für ihr Werk "Licht gefangen im Bauch des Wals", eine mystische
Installation aus Licht und Poesie.
3. Skulpturen für den Außenbereich
Diese Arbeiten sind von Jorge Oteiza, Santiago Calatrava, Hans Arp,
Rueda und Anthony Caro. Sie sind an den Zugängen zum Museumsbereich
aufgestellt. Freiluftskulpturen werden ein künftiger Schwerpunkt der
Sammlung sein.
Zum Angebot des Museum gehören auch kulturelle und didaktische Aktivitäten. Hauptziel der Leitung ist es, die Sammlungen zu erweitern und bekannt zu machen, ein Höchstmaß an Publikumsnähe anzustreben, etwa durch spezielle Führungen und Workshops für Familien, um die Jüngsten mit der Technik der künstlerischen Gestaltung vertraut zu machen, und auch die Eltern. Alle diese Aktivitäten sind kostenlos, ebenso wie die Vortragsreihen im Programm des Museums.
Weiterführende Links:
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