Inca ist das wirtschaftliche Zentrum der westlichen Zentralregion Mallorcas. Die Stadt liegt etwa auf halbem Wege zwischen Palma und Alcúdia. Zwar ist die Altstadt des Ortes mit seinen hübschen kleinen Gassen und dem Kopfsteinpflaster ganz nett anzusehen, doch werden Sie hier keine richtige Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler finden.
Touristen kommen meistens zum Einkaufen in die Stadt. Der große Donnerstagsmarkt befindet sich im Bereich zwischen der Placa Jose Antoni bis zur Carrer Bisbe Llompart. Hier wechselt vor allem Obst und Gemüse den Besitzer. Es ist zwar schön, dem bunten Treiben zuzusehen, man muss allerdings nicht extra dafür von weiter weg anreisen. Viele Besucher kommen vor allem wegen der zahlreichen Lederfabriken und ihren Outlet-Shops rund um Inca. Man findet dort alles, was irgendwie aus Leder hergestellt werden kann: Vor allem Schuhe, Kleidung, Koffer und Taschen. Allerdings sollten shoppingbegeisterte Urlauber hier ein wenig vorsichtig sein, denn nicht alle Produkte sind billiger als anderswo. Nicht einmal klare Unterschiede zwischen dem Preisniveau in fabrikeigenen Läden und Läden in Palma oder in anderen Städten lassen sich beobachten. Preisgünstig erscheinende Angebote sollte man sorgfältig auf ihre Qualität prüfen. Am interessantesten ist unter diesen Gesichtspunkten betrachtet deshalb noch der Shop der Schuhmarke Camper (Zufahrt auf Incas Südseite; am Kreisverkehr an der BP-Tankstelle abbiegen).
Inca ist dank der Eisenbahnlinie nach Palma und seiner Lage an der wichtigsten Verkehrsachse der Insel gut erreichbar. Bei rund 20 täglichen Abfahrten der Bahn in beide Richtungen haben es vor allem Touristen in Palma und Umgebung relativ leicht, sich ohne große Vorplanung zu einem Besuch der Lederstadt per Bus und Zug (Umsteigen am Bahnhof an der Plaça Espanya) zu entschließen. Die Station in Inca liegt in direkter Nähe zum Marktbereich, den Kellerlokalen und einigen Leder-Supermärkten.
Von Inca ist es zum Santuari de Santa Magdalena auf einer weithin sichtbaren Anhöhe östlich der Straße in Richtung Alcúdia nicht weit. Die kleine Ermita gehört zwar zu den weniger spektakulären Kirchen ihrer Art, aber die Auffahrt (ausgeschildert, ca. 4 km von der Hauptstraße entfernt) lohnt sich wegen der wunderschönen Aussicht. Bedingt durch die zentrale Position im Inselinneren hat man von dort oben einen Überblick über die gesamte Insel. Der 304 m hohe Puig de Santa Magdalena ist zudem ein beliebtes Absprunggebiet von Drachenfliegern. An Sonn- und Feiertagen sollte man Santa Magdalena wegen des starken lokalen Ausflugsverkehrs lieber meiden.
Weiterführende Links:
Alcùdia
Palma
Can Picafort
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