Die maltesischen Inselgruppen bestehen eigentlich aus sechs Inseln, von denen aber nur drei bewohnt sind. Diese drei Bewohnten sind die Insel Malta, Gozo und Comino. Sie alle liegen im Mittelmeer in der Meerenge zwischen Sizilien und Tunesien.
M
zwischen 35° 48´ und 36° nördlicher Breite sowie 14° 10´ und 14° 35´ östlicher Länge
316 km²
40% Ackerland
NW - SO 45 km
196.8 km
Valletta
Birkirkara (ca. 22.000 Einwohner)
Qormi (ca. 20.100 Einwohner)
Hamrun (ca. 13.600 Einwohner)
Sliema (ca. 13.470 Einwohner)
Valletta (ca. 9.128 Einwohner)
k. A.
höchster Berg: südwestliche Klippen 253 m
Mai bis Anfang November
MEZ (UTC + 1)
März bis Oktober: MEZ + 1 (UTC + 2)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter
www.zeit-online.de
Fremdenverkehrsamt Malta, Frankfurt/M.
Schillerstraße 30-40
60313 Frankfurt/M.
Tel: (0 69) 28 58 90
Fax: (0 69) 28 54 79
Email: info@urlaubmalta.com
Homepage: www.urlaubmalta.com
Malta Tourism Authority - MTA, Valletta
280 Republic Street
Valletta
CMR 02/Malta
Tel: (00356 21) 22 44 44/45
Fax: (00356 21) 22 04 01
Homepage: www.visitmalta.com
Amtssprachen sind Maltesisch (semitische Sprache mit arabischem und romanischem Vokabular durchsetzt) und Englisch. Italienisch ist als Umgangssprache zu hören.
1 Maltesische Lira = 100 Cents; 1 Cent = 10 Mils
Den aktuellen Kurs gibt es unter www.wechselkurs.de.
Lm, MTL (ISO-Code)
Banknoten sind im Wert von 20, 10, 5 und 2 Lm im Umlauf
Münzen im Wert von 1 Lm und 50, 25, 10, 5, 2 und 1 Cent
Eurocard, MasterCard, American Express, Diners Club und Visa werden angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Werden in Banken und autorisierten Wechselstuben umgetauscht.
386.000 Einwohner
1221,5 Menschen je km²
Post: Luftpostsendungen nach West- und Mitteleuropa sind ca. drei Tage unterwegs.
Telegramme: Können vom Büro der Maltacom PLC (St. Georges Road, St. Julian’s) aufgegeben werden.
Internet/E-Mail: Internetanbieter: Maltanet (www.maltanet.net). Es gibt mehrere Internetcafés.
240 V, 50 Hz. Es gibt keine Standardeinrichtungen, meistens werden englische dreipolige Stecker benutzt. Adapter werden empfohlen.
Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 00356 und 21 wählen, dann erst die Telefonnummer
Geschäfte: Mo bis Sa 9 bis ca. 12.30/13 Uhr, 15.30/16 bis ca. 19/20 Uhr, in Touristenzentren meist bis 22 Uhr.
Banken: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Sa 8.30-11.30 Uhr, manche Banken haben auch längere Öffnungszeiten. Die Öffnungszeiten ändern sich je nach Sommer- oder Winterzeit. Die Wechselstuben am Flughafen sind 24 Stunden am Tag geöffnet.
Hauptpost Valletta: Sommer (16. Juni- 30. September) Mo bis Sa 7.30-18 Uhr, Winter Mo bis Sa 8-18.30 Uhr;
Regierungsbüros: Sommer Mo bis Fr 7.30-13/13.30 Uhr, Winter Mo bis Fr 8-17.30 Uhr;
Parlamentarische Republik
Präsident
Katholizismus
Die aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes gibts es unter www.crm.de.
Visumfrei für 3 Monate. Notwendig: gültiger Reisepass oder Personalausweis, Rück- oder Weiterreiseticket, ausreichende Geldmittel
Botschaft von Malta, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland
Klingelhöfer Straße 7
10785 Berlin
Sprechzeit: Mo bis Fr 9-17 Uhr
Tel: (0 30) 263 91 10
Fax: (0 30) 26 39 11 23
Email: maltaembgrm@ndh.net
Homepage: www.foreign.gov.mt/berlin
Ambasciata della Repubblica Federale di Germania, Sliema
"Il-Piazzetta",Tower Road
Sliema
SLM 16
Tel: (00356 21) 33 65 31, 33 65 20
Fax: (00356 21) 33 39 76
Email: germanembassy@waldonet.net.mt
Homepage: www.malta.diplo.de
Die Republik Malta (maltesisch: Repubblika ta´ Malta, englisch: Republic of Malta) ist der kleinste europäische Inselstaat. Er liegt im Mittelmeer, etwa 90 km südlich von Sizilien. Der maltesische Staat verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln Malta (etwa 246 km?), Gozo (etwa 67 km?) und Comino (maltesisch Kemmuna, etwa 3 km?), sowie auf die unbewohnten Inseln Cominotto (Kemmunett), Filfla (Filfola) und St. Pauls Island. Die Hauptinsel Malta ist in fünf Bezirke gegliedert, Gozo und Comino bilden zusammen einen sechsten.
Malta wurde am 21. September 1964 von Großbritannien unabhängig.
Auf den Inseln der Republik Malta finden sich Spuren einer beeindruckenden Jahrtausende alten Geschichte. Sie reichen von den ersten monumentalen steinzeitlichen Tempelanlagen über römische Aquädukte bis zu den beeindruckenden Wehranlagen des Malteserordens. Malta stand unter dem Einfluss vieler Kulturen. Nachdem der Johanniterorden (später nur noch Malteserorden genannt) die Insel nutzbar gemacht und erfolgreich gegen osmanische Angriffe verteidigt hatte, musste er kampflos französischen Revolutionstruppen weichen. Die Briten führten die Inseln nach dem Sieg über Napoleon als Koloniegebiet und prägten so die Kultur des heutigen Malta maßgeblich. Zuletzt spielte Malta im 2. Weltkrieg eine bedeutende Rolle, als es zu heftigen Kämpfen um den strategisch wichtigen Hafen kam, von dem aus der Nachschub des deutschen Nordafrikakorps empfindlich gestört wurde.
Wahlen
Die Wähler der kleinen Mittelmeerinseln zeigt eine Gespaltenheit wie sonst kein Staat. Dadurch ist es auf Malta fast üblich, dass Wahlen nur knapp gewonnen werden. Der Präsident Edward Fenech Adami hoffte auf etwa 60 Prozent Zustimmung für das EU-Referendum und sah dies als eine große Mehrheit an.
Die Parteizugehörigkeit wird auf Malta von Generation zu Generation fast schon vererbt.
Am 12. April 2003 fanden in Malta Parlamentswahlen statt. Dem Trend aus dem Referendum folgend, wählten die Malteser mit 51,79 Prozent die Nationalkonservativen und mit 47,51 Prozent die Arbeiterpartei. Die dritte Partei, Alternattiva Demokratika erhielt mit 0,68 Prozent der Stimmen keinen Sitz im Parlament.
Nach der Wahlniederlage der Nationalkonservativen 1996 wurde die EU-Aufnahme von seiten Maltas um zwei Jahre verschoben. Malta wurde nach der Entscheidung auf dem EU-Gipfeltreffen am 13. Dezember 2002 in Kopenhagen im Zuge der Osterweiterung zum 1. Mai 2004 mit acht mittel- und osteuropäischen Staaten sowie Zypern in die Europäische Union aufgenommen.
Doch vor der Aufnahme führten die Malteser am 8. März 2003 ein Referendum durch. Für einen Beitritt zur EU waren die Nationalkonservativen (PN) während die Sozialisten (MLP) und Gewerkschaften Werbung dagegen machten. Die Wahlbeteiligung bei den 390.000 Maltesern lag bei 91 Prozent die Zustimmung bei 53,65 Prozent und somit leicht über den Erwartungen. Malta hat damit Luxemburg als kleinstes EU-Land abgelöst.
Durch Maltas Mitgliedschaft im Commonwealth of Nations, dem Staatenbund ehemaliger (zumeist) britischer Kolonien, haben Malteser in manchen dieser Länder, was Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen anbelangt, einen privilegierteren Status als andere EU-Bürger
Seit 1993 ist Malta in 68 lokale Verwaltungseinheiten eingeteilt.
Die Inseln, die den Staat Malta bilden, liegen im Mittelmeer zwischen Libyen (360 km) und Sizilien (90 km) am östlichen Ende der Straße von Sizilien. Die drei Größten Inseln - Malta, Gozo und Comino - sind bewohnt.
Die Inseln sind Reste einer alten Landverbindung zwischen Afrika und Europa. Das Klima ist subtropisch (Mittelmeerklima) mit monatlichen Durchschnittstemperaturen zwischen 12 und 26°C sowie einer Jahresdurchschnittstemperatur von etwa 19°C. Die jährliche Niederschlagssumme beträgt etwas mehr als 500 mm; davon fällt mehr als die Hälfte in den drei Monaten von November bis Januar.
Maltas Wirtschaft gestaltet sich im Vergleich zu den anderen im Jahr 2004 der EU neu beigetretenen Mitgliedsstaaten relativ positiv. Die zwei traditionellen Wirtschaftszweige sind Landwirtschaft und Fischerei. Dabei wird die Landwirtschaft hauptsächlich auf Gozo betrieben. Der Größte Arbeitgeber des Landes ist die Malta Drydocks, die zweitGrößte Werft Europas. Auch der Tourismus spielt eine große Rolle. Die meisten Urlauber kommen aus Großbritannien, Deutschland und Italien. Von 1965 bis heute hat sich die Zahl der Touristen etwa verzehnfacht. Heute sind es über eine halbe Million Touristen jährlich. 1992 wurde auf Malta eine eigene Börse gegründet. Europäische Firmen werden schon seit den 1970er Jahren mit Steuervorteilen gelockt. So produzieren etwa 55 deutsche Unternehmen für den Export, unter anderem die Firmen Playmobil, Rodenstock, Lloyd-Schuhe. Aber auch eine Elektronikbauteilfirma hat einen großen Erzeugungsstandort.
Auf maltesischen Straßen herrscht Linksverkehr. Auf der Insel gibt es keine Eisenbahninfrastruktur, jedoch ein dicht ausgebautes Autobusnetz, welches sternförmig von der Hauptstadt Valletta ausgeht. Die meisten Linienbusse stammen noch aus Großbritannien und wurden während der Kolonialzeit gebraucht nach Malta gebracht. Bis vor wenigen Jahren waren die Linienbusse einheitlich grün gestrichen, um die Verbundenheit Maltas mit Libyen zum Ausdruck zu bringen.
Der internationale Flughafen von Malta befindet sich in Luqa, von dort gibt es zudem einen Hubschraubershuttledienst nach Gozo. Comino ist nur mit kleinen Personenfähren zu erreichen, die meistens unregelmäßig verkehren. Einen planmäßigen Fährdienst gibt es hingegen zur Nachbarinsel Gozo von Cirkewwa aus.
Die Gesamteinwohnerzahl Maltas beträgt etwa 400.000. Da die Fläche Maltas relativ klein ist, ergibt sich eine sehr hohe Bevölkerungsdichte, die bei 1.267 Personen pro Quadratkilometer liegt. Somit ist Malta das am dichtesten besiedelte Land Europas und hat die dritthöchste Bevölkerungsdichte der Welt. 94 Prozent der Menschen leben in der Stadt.
Rund vier Prozent der auf Malta lebenden Menschen sind nicht maltesischer Nationalität, davon etwa zwei Prozent Briten.
Gozo und Comino: Gozo hat etwa 30.000 Einwohner und Comino hat 4 permanente Bewohner. Auf Comino leben im Sommer zusätzlich ein Pächterehepaar der Hotelanlage und zwei Polizisten.
Die überwiegende Mehrheit der maltesischen Bevölkerung (98%) ist römisch-katholisch. Daneben gibt es nur einige wenige Lutheraner, Orthodoxe und Juden. Die katholische Kirche hat deswegen einen starken Einfluss auf die maltesische Politik, so sind beispielsweise Ehescheidungen verboten und Schwangerschaftsabbruch strafbar. Es gibt 365 katholische Kirchen in Malta, aufgrund dieser Tatsache sagen Malteser oft, sie hätten eine Kirche für jeden Tag im Jahr. Der Katholizismus ist in der Verfassung als Religion des maltesischen Volkes verankert.
Trotz der geringen Bevölkerungszahl haben die Malteser eine eigene Sprache. Maltesisch zählt zu den semitischen Sprachen und hat sich aus einem arabischen Dialekt entwickelt. Aber auch größere Wortschatzanteile aus dem italienischen, sowie geringere aus dem spanischen, französischen und englischen Sprache finden sich im Maltesischen wieder. Als einzige semitische Sprache verwendet das Maltesische lateinische Schriftzeichen (ausgenommen das Y) erweitert um die vier Sonderzeichen c?, g?, ? und z?.
Aufgrund der langen Besatzungszeit der Briten beherrschen aber fast alle Malteser auch Englisch, Größtenteils auch das 1934 als Gerichts- und Verwaltungssprache abgeschaffte Italienisch, Vogeljagd. Die Vogeljagd gilt auf Malta als traditioneller Volkssport. Mit rund 18.000 offiziellen Jagdlizenzen hat Malta die höchste Jägerdichte in Europa. Gejagt werden überwiegend Zugvögel, für die die maltesischen Inseln einer der wenigen Rastplätze auf dem Zug von Europa nach Afrika sind. Bis zum EU-Beitritt 2004 erlaubten die maltesischen Bestimmungen die Jagd selbst auf geschützte Arten wie Bekassine, Zwergschnepfe und Kampfläufer. Die Schätzungen für die Gesamtzahl gejagter Vögel schwanken zwischen 200.000 und 1.000.000 jährlich. Tote Vögel werden meist ausgestopft und verkauft, lebendig gefangene Vögel werden als Käfigvögel oft illegal verkauft.
Mit dem EU-Beitritt 2004 gelten für Malta europäische Bestimmungen wie die Vogelschutzrichtlinie und die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie. Die maltesische Regierung hat jedoch einen Übergangskompromiss ausgehandelt. So wird die Frühjahrsjagd auf Turteltauben und Wachteln beschränkt, der Fang von sieben Finkenarten ist noch bis 2008 erlaubt, um ein Zuchtsystem aufzubauen. Um die Umsetzung zu überwachen, wurde die 23 Mann starke Law Enforcement Police etabliert, die jedoch auch Prostitution und Glücksspiel kontrolliert.
Aus Malta sind bislang drei Denkmäler in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen worden: Die Hauptstadt Valletta, eine auf dem Reißbrett entstandene Festungsstadt; die Megalith-Tempel von Malta, eine Gruppe von sieben erhaltenen (ursprünglich 23) steinzeitlichen Tempelanlagen auf den Inseln Malta und Gozo sowie das Hypogeum von Hal Saflieni.
In der Bucht des malerischen Fischerdorfes Marsaxlokk, bekannt für die bunten Fischerboote namens Luzzu, steht seit Anfang der 90er Jahre ein Elektrizitätskraftwerk. Die konservative Partei ließ es direkt neben dem Ferienhaus des ehemaligen sozialistischen Premierministers Dom Mintoff errichten, um diesen zu verärgern.
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