Marokko liegt im Nordwesten des afrikanischen Kontinentes. Das Land grenzt im Osten an Algerien und im Süden an Mauretanien. Der Westen des Landes erstreckt sich am Atlantischem Ozean entlang, wogegen der Norden an das Mittelmeer stößt. Marokko ist eine der wenigen noch existierenden Monarchien der arabischen Welt.
MA
zwischen 27° 40´ und 35° 56´ nördlicher Breite sowie 1° und 13° 12´ westlicher Länge
458.730 km²
20% Wald und Buschland
19% Ackerland
45% Wiesen und Weiden
NO - SW 1300 km
NW - SO 540 km
1.835 km
Rabat
Casablanca (ca. 2.941.000 Einwohner)
Rabat-Salé (ca. 1.386.000 Einwohner)
Fès (ca. 510.000 Einwohner)
höchster Berg: Jebel Toubkal 4165 m
längster Fluss: Moulouya 515 km
Küstenregion: April bis November
Landesinnere: Oktober bis Mai
MEZ - 1 (UTC)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter www.zeit-online.de
Staatliches Marokkanisches Fremdenverkehrsamt, Düsseldorf
Graf-Adolf-Straße 59
40210 Düsseldorf
Tel: (02 11) 37 05 51/52
Fax: (02 11) 37 40 48
Email: marokkofva@aol.com
Homepage: www.marokko.com
Office National Marocain du Tourisme (O.M.N.T.), Rabat
31, Angle Av. Al-Abtal/Rue Oued Fas
Rabat
Tel: (00212 37) 68 15 31/3
Fax: (00212 37) 77 74 37
Email:visitmorocco@mbox.azure.net
Homepage: www.tourism-in-morocco.com
Amtssprache ist Arabisch. Zweitsprache ist Französisch, vor allem als Geschäfts- und Verwaltungssprache. Im Norden ist auch Spanisch verbreitet, in Städten und Touristenzentren manchmal auch Englisch. Außerdem werden auch Berbersprachen gesprochen.
1 Marokkanischer Dirham (Dh) = 100 Centimes
Aktueller Kurs: www.wechselkurse.de
Dh, MAD (ISO-Code)
Banknoten sind im Wert von 200, 100, 50, 20 und 10 Dh im Umlauf. Münzen in den Nennbeträgen 10, 5 und 1 Dh sowie 50, 20, 10 und 5 Centimes.
Die größeren internationalen Kreditkarten werden akzeptiert.
Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Werden akzeptiert von Banken und größeren Hotels. Sollten in Euro ausgestellt sein.
27.866.000 Einwohner
60.7 Menschen je km²
Post: Luftpostsendungen nach Europa benötigen bis zu einer Woche. Die Postzustellung ist nicht immer zuverlässig.
Telegramme: Können in jedem Hauptpostamt aufgegeben werden.
Internet/E-Mail: Hauptinternetanbieter: Menara (www.iam.ma/internet) und Jaweb. Internet/E-Mail-Anschlüsse gibt es in Geschäftszentren, Hotels und Internetcafés innerhalb größere Städten.
Mobiltelefon: GSM 900, Netzbetreiber: Itissalat Al-Maghrib (www.iam.ma) und Medi Telecom . Empfangs-/Sendebereich für Mobilfunk besteht um Rabat und an der Küste im Nordosten Marokkos.
110/220 V, 50 Hz. Eurostecker wird empfohlen.
Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 00212
Geschäfte: Mo bis Fr 9-12 und 15-19 Uhr, Sa 9-12 Uhr
Banken: im Sommer: Mo bis Fr 8-15 Uhr, im Winter: 8.30-11.30 und 14.30-16.30 Uhr (an den internationalen Flughäfen und in größeren Hotels auch Sa und So)
Postämter: Mo bis Fr 8.30-11.45 und 14.30-18.30 Uhr, Sa 8.30-14.00 Uhr
Büros: Mo bis Do 8.30-12 und 14.30-18.30 Uhr, Fr 8.30-11.30 und 15.30-18.30 Uhr
Während des Fastenmonat Ramadan sind die Öffnungszeiten kürzer.
Konstituelle Monarchie
König
Islam
Zu den aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes >> hier
Visumfrei für 3 Monate. Notwendig: bei der Ankunft ein mind. noch 6 Monate gültiger Reisepass, Rück- oder Weiterreisetickets sowie ausreichende Geldmittel. Bei organisierten Reisen und Pauschalreisen (in Verantwortung eines Reisebüros) genügt auch ein mind. noch für die Reisedauer gültige deutsche Personalausweis.
Kgl. Marokkanische Botschaft
mit Konsularabteilung, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland
Niederwallstraße 39
10117 Berlin
Sprechzeit: Mo bis Fr 9-16 Uhr
Tel: (0 30) 206 12 40
Tel. Konsabt.: (0 30) 20 61 24 34/35
Fax: (0 30) 20 61 24 20
Email: marokko-botschaft@t-online.de
Homepage: www.marokko-botschaft.de
Ambassade de la République fédérale d´Allemagne, Rabat
7, Zankat Madnine
Rabat
Tel: (00212 37) 70 96 62, 20 56 25, 20 54 24, 20 54 54, 68 92 00
Fax: (00212 37) 70 68 51
Email: amballma@mtds.com
Homepage: www.amballemagne-rabat.ma
Das Königreich Marokko ist ein Staat in Nordwest-Afrika. Es grenzt an Algerien, Mauretanien, die beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla, den Atlantik und das Mittelmeer.
Marokkos Südgrenze bleibt jedoch wegen des Westsaharakonfliktes bis zum Abhalten eines UNO-Referendums über die zukünftige Zugehörigkeit der Westsahara international umstritten.
Die landesweite Amtssprache ist Arabisch. Von Marokkanern berberischer Abstammung werden auch diverse Berbersprachen (Tachelhit, Tamazight, Ghomara, Tarifit, Senhaja de Srair, und ehemals auch Judeo-Berberisch) gesprochen. Französisch wird im gesamten Land als Geschäfts- und Bildungssprache benutzt. Im Norden Marokkos, wird zusätzlich Spanisch gebraucht.
Nationalfeiertag ist der 30. Juli (Thronbesteigung des Königs).
Marokko war das erste Land, welches die jungen Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1777 offiziell anerkannte. Der "Moroccan-American Treaty of Friendship" von 1783, welcher von amerikanischer Seite von John Adams und Thomas Jefferson unterzeichnet wurde, ist somit auch Amerikas längster ungebrochener Freundschaftsvertrag mit einem anderen Staat. Die US-Marokkanischen Beziehungen sind so gut, dass die Vereinigten Staaten Marokko den Status eines Hauptverbündeten Alliierten ausserhalb der NATO (Major Non-Nato Ally) im Juni 2004 zuerkannten.
Marokkos Politik ist dediziert pro-westlich und pro-europäisch, wobei es starke politische, kulturelle und auch soziale Bindungen zu Europa (http://europa.eu.int) unterhält.
Oued Eddahab-Lagouira, der größte Teil von Laayoune-Boujdour-Sakia El Hamra und Teile von Guelmim-Es Smara bilden die Westsahara, deren Zugehörigkeit zu Marokko international nicht anerkannt ist.
Marokko ist reich an Phosphat, weshalb ca. 75 % des weltweit geförderten Phosphats aus Marokko stammt. Daneben gibt es Rohstoffvorkommen von Phosphor, Erdöl, Erdgas, Kohle, Salz, Eisenerz, Blei, Kupfer, Zink, Silber, Gold, Mangan, Nickel, Kobalt. Seinen Bedarf an Energie kann Marokko nur zu rund 13% aus eigenen Mitteln decken.
Die Landwirtschaft Marokkos macht 16 % am BIP aus (Stand: 2003), kann jedoch als wichtigster Wirtschaftssektor betrachtet werden da hier ca. 43 % der erwerbstätigen Bevölkerung beschäftigt sind. Angebaut werden Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Oliven, Zitrusfrüchte, Baumwolle, Wein, Mandeln, Datteln und Tabak. Die Viehzucht in den Steppen der Meseta, im Osten des Landes und in den Gebirgen wird teilweise nomadisch betrieben (Schafe, Ziegen, Rinder, Esel, Kamele, Pferde). Rund 10% des Waldbestandes sind Korkeichen (Marokko ist der drittgrößte Korkproduzent der Erde). Küsten- und Hochseefischerei an der Atlantikküste sind bedeutend für den Export.
Im Industriesektor, dem Bergbau und der Bauwirtschaft werden insgesamt 33% des Bruttoinlandproduktes erwirtschaftet (Stand: 2003). Die Industrie verarbeitet vor allem die Agrar- und Fischfangerträge. Wichtig ist auch die Textilindustrie, wobei aber auch die traditionelle Verarbeitung von Leder, Textilien und Metall nach wie vor eine Rolle spielt. Des Weiteren sind die Produktion von elektrotechnischen Gütern, die Metallverarbeitung, die Produktion von Autoteilen und die chemische Industrie maßgebend für den marokkanischen Industriesektor.
Im Dienstleistungsbereich werden 53% (Stand: 2003) des BIP Marokkos erwirtschaftet, wobei es sich hierbei hauptsächlich um Dienstleistungen den Tourismus betreffend handelt. Etwa 80% der Touristen die Marokko besuchen sind Europäer.
Außenwirtschaft: Exportiert werden jährlich Güter in einem Gesamtwert von ca. 8,5 Mrd. US-Dollar (Stand: 2003). Hauptexportgüter des Königreiches sind Nahrungsmittel und Tabak, welche ca. 33,6 % des Exportvolumens ausmachen, Konsumgüter (22,1 %), Phosphate bzw. Düngemittel (21,7 %) sowie Fisch und Fischereiprodukte (14,5 %). Hauptabnehmer marokkanischer Güter sind Frankreich (27 %), Spanien (13 %), Großbritannien (8%) sowie Deutschland und Italien (jeweils 6 %). Importiert werden nach Marokko jährlich Güter im Gesamtwert von ca. 11,6 Mrd. US-Dollar. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um industrielle Vorprodukte und Halbfertigwaren (23,8 %), Maschinen u. Transportmittel (20,2 %) sowie Nahrungsmittel (13,5 %). Hauptlieferanten dieser Importgüter sind Frankreich (24,3 %), Spanien (9,8 %) und Großbritannien (6,0 %).
Eine der weitaus wichtigsten Einnahmequellen Marokkos sind jedoch vor allem die Geldüberweisungen der im Ausland lebenden und arbeitenden Marokkaner. Allein in Europa leben ca. 1 Million marokkanische Arbeitsemigranten die durch ihre Überweisungen für eine Devisenzufuhr von etwa 2,2 Milliarden Euro sorgen, eine Summe welche die Einnahmen aus dem Tourismus oder dem Export von Phosphaten übersteigt und somit unerlässlich für Marokko ist.
Marokko verfügt über eine marktwirtschaftlich orientierte Wirtschaftsordnung, welche den Schutz des Eigentums, Gewerbe- und Niederlassungsfreiheit und Wettbewerb vorsieht. Zu Zeiten Hassan II, stellte Marokko einen Antrag zur Aufnahme in die EG, welcher jedoch abgelehnt wurde. Marokko´s Ziel der EU beizutreten ist mit der Unterzeichnung eines Assoziationsabkommens mit der EU (http://europa.eu.int) im Jahr 1996 (in Kraft getreten im Jahr 2000) in Stück näher gerückt. Seit den Neunzigern gilt die marokkanische Wirtschaft als liberalste und offenste Volkswirtschaft des Maghreb. Seit den späten achtziger Jahren bemüht sich das Königreich seine Staatsbetriebe zu privatisieren, wobei bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt weniger als ein Viertel dieser staatlichen Unternehmen diesen Prozess durchlaufen haben. Erst vor Kurzem erlaubte Marokko ausländischen Kreditinstituten den Erwerb von Minderheitenbeteiligungen an marokkanischen Banken. Eine weitere Öffnung des Marktes für ausländische Investoren wurde bereits angekündigt.
Mit den Vereinigten Staaten von Amerika wurde eine Freihandelszone vereinbart. Das US-Marokkanische Freihandelsabkommen (http://www.moroccousafta.com) wurde am 22 Juli 2004 vom US Senat bei einer Stimmenmehrheit von 85 zu 13 ratifiziert und wird, sobald es in Kraft tritt, den Handel für 95% der Industrie- und Konsumgüter ohne Zölle ermöglichen und den Handel mit Agrargüter für beide Länder erheblich erleichtern. Für das Jahr 2010 ist auch die Verwirklichung einer Freihandelszone mit der EU geplant.
Marokko wurde seit Beginn der historischen Überlieferung von Berberstämmen bewohnt die im 3. Jahrhundert v.Chr. das Königreich Mauretanien bildeten. Nach der römischen Herrschaft mussten sich die Berber am Ende des 7. Jahrhunderts den Muslimen unterwerfen. Schnell wurde der Islam von den Berbern übernommen, doch kam es wegen Diskriminierungen durch die arabischen Muslime bald zu Aufständen. Diese führten schon im 8. Jahrhundert zur Bildung eigenständiger Reiche. Die bedeutendsten Dynastien im Mittelalter waren die Almoraviden, die Almohaden und Meriniden. Den Almohaden gelang im 12. Jahrhundert sogar die erstmalige Vereinigung des Maghreb unter dem Einschluss von Andalusien. Die folgenden Dynastien blieben in ihrer Herrschaft weitgehend auf Marokko beschränkt. Seit dem 15. Jahrhundert war die Berberbevölkerung auch weitgehend arabisiert. Mit den Alawiden kam im 17. Jahrhundert die bis heute in Marokko regierende Dynastie an die Macht. Sie konnte die Unabhängigkeit des Landes gegenüber den europäischen Kolonialmächten lange behaupten und musste erst 1912 das französische Protektorat anerkennen. Doch schon bald nach dem 2. Weltkrieg war Frankreich gezwungen Marokko in die Unabhängigkeit zu entlassen (1956).
1976 annektierte Marokko nach dem Grünen Marsch von 1975, an dem über 350000 unbewaffnete marokkanische Zivilisten teilnahmen, die benachbarte Westsahara, die bisher als Kolonie von Spanien verwaltet wurde und vorher unter weitgehendem marokkanischem und (gebietsweise) mautretinischem Einfluß stand. Der damalige König Marokkos, Hassan II, bat den internationalen Gerichtshof in Den Haag um ein Urteil, das die historische Zugehörigkeit der Westsahara zu Marokko belegen sollte. Der internationale Gerichtshof in Den Haag sprach Marokko jedoch sämtliche Besitzansprüche auf die besetzten Gebiete ab, worauf Marokko das Urteil schlicht ignorierte. Die UNO forderte Marokko auf, in einer Volksabstimmung die verbliebene und die vertriebene Bevölkerung der Westsahara über Freiheit oder Zugehörigkeit zu Marokko entscheiden zu lassen. Hassan II stimmte diesem Vorgehen zu, die Abstimmung hat jedoch bis heute nicht stattgefunden. Indes betreibt Marokko eine umfassende Siedelungspolitik in der Sahara, wohl um den marokkanischen Bevölkerungsanteil bis zur Abstimmung groß genug werden zu lassen. Ein Teil der sahrauischen Bevölkerung lebt in Flüchtlingslagern in der algerischen Sahara. Wegen der Aufnahme der Arabischen Demokratischen Republik Sahara in die Afrikanische Union (AU), hat Marokko als einziger afrikanischer Staat es vorgezogen, nicht Mitglied der AU zu sein.
Marokko ist eine konstitutionelle Monarchie, deren derzeitiges Staatsoberhaupt, seit dem 23. Juli 1999, König Mohammed VI. ist. König Mohammed VI. gehört der Dynastie der Alawiden an, die seit über drei Jahrhunderten über Marokko herrscht. Er ist nicht nur weltliches, sondern als Führer der Gläubigen auch geistiges Oberhaupt der marokkanischen Bevölkerung. Der König ernennt nicht nur den Premierminister, der in der Regel von der stärksten politischen Partei des Parlamentes vorgeschlagen wird, sondern auch das gesamte Kabinett und verfügt daneben über zahlreiche Befugnisse, die seine Position als mächtigste Instanz des Staates untermauern. Im Vergleich zu europäischen Monarchien hat der marokkanische König weitergehendere Kompetenzen, wobei jedoch in der Praxis der Premierminister die politischen Tagesgeschäfte führt.
Derzeitiger Premierminister ist seit dem 7. November 2002 der parteilose Driss Jettou. Marokko verfügt seit einer konstitutionellen Reform von 1996 über ein parlamentarisches Zweikammernsystem aus Nationalversammlung und Senat. Darüber hinaus gewährt die Verfassung des Landes eine unabhängige Judikative. Die Richter des Obersten Gerichtshofes werden vom König ernannt.
1. Casablanca: 3.672.900 Einwohner
2. Rabat: 1.550.100 Einwohner
3. Fès: 1.002.600 Einwohner
4. Marrakesch: 848.000 Einwohner
5. Tanger: 620.400 Einwohner