Mosambik

Alle Fakten über Mosambik

Mosambik liegt im Osten des Afrikanischen Kontinents und grenzt mit seiner etwa 2.500 km langen Küste an den Indischen Ozean. Der Norden des Landes ist umschlossen von Tansania, Malawi und Sambia. Im Westen grenzt das Land an Simbabwe und im Norden an Südafrika und Swasiland. Mosambik ist das nächstgelegene Land der Insel Madagaskar im Indischem Ozean.

Internationales Kennzeichen:

MOC

Geographische Lage:

zwischen 10° 27´ und 26° 52´ südlicher Breite sowie 30° 12´ und 40° 51´ südlicher Länge

Landesfläche:

801.590 km²
18% Wald und Buschland
4% Ackerland
55% Wiesen und Weiden

Ausdehnung:

N - S 2000 km
W - O 50 bis zu 600 km

Küsten:

2.470 km

Hauptstadt:

Maputo

Größte Städte:

Maputo (ca. 931.600 Einwohner)
Beira (ca. 298.800 Einwohner)
Nampula (ca. 250.400 Einwohner)

Gliederung:

10 Provinzen: Maputo, Gaza, Inhambane, Sofala, Manica, Tete, Zambezia, Nampula, Cabo Delgado, Niassa und die Stadt Maputo mit Provinzstatus

Geographisch Merkmale:

höchster Berg: Monte Binga 2.436 m

Beste Reisezeit:

April bis September

Ortszeit/Zeitzonen:

MEZ + 1 (UTC + 2)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter www.zeit-online.de

Fremdenverkehrsamt:

Empresa Nacional de Turismo (ENT), Maputo
Avenida 25 de Junho, 300
Maputo
Tel: (00258 1) 42 72 04, 42 13 05
Fax: (00258 1) 43 00 58, 42 66 23

Landessprache:

Amtssprache ist Portugiesisch. Außerdem werden Kisuaheli, Makua, Nyanja und andere Bantu-Sprachen ebenfalls gesprochen.

Währung:

1 Mosambik Metical = 100 Centavos

Aktueller Kurs: www.wechselkurse.de

Währungskürzel:

Mt, MZM (ISO-Code)
Banknoten gibt es im Wert von 100.000, 50.000, 10.000, 5000, 1000, 500, 100 und 50 Mt
Münzen sind im Wert von 5000, 1000, 500, 100, 20, 10, 5, 2,5 und 1 Mt im Umlauf

Kreditkarten:

Werden selten akzeptiert.

Bevölkerung:

19.286.000 Einwohner

Bevölkerungsdichte:

24.1 Menschen je km²

Post/Telegramm/Internet:

Post: Luftpostsendungen nach Europa sind etwa 5-7 Tag unterwegs. Postdienste sind in größeren Städten vorhanden.
Telegramme: Können gesendet werden über Verbindungen die durch Südafrika zustande kommen.
Internet/E-Mail: Internetanbieter: Teledata. In Maputo gibt es zwei Internetcafés.
Mobiltelefon: GSM 1800 und GSM 900. Der Sende-/Empfangsbereich für Mobilfunk beschränkt sich auf die Hauptstadt Maputo und einige Städte im Süden. Netzbetreiber: Mcel.

Strom:

220 V, 50 Hz

Vorwahlen:

Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 00258

Öffnungszeiten:

Geschäfte: Mo bis Fr 8.30-12.30 und 14-18.30 Uhr, Sa 8.30-13 Uhr
Banken: Mo bis Fr 7.45-11 und 15-16.30 Uhr

Staatsform:

Republik mit Mehr-Parteien-System

Staatsführung:

Präsident

Staatsreligion:

keine

Impfbestimmungen:

Zu den aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes >> hier

Visa:

Visum notwendig. Dazu wird u. a. ein mindestens 6 Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültiger Reisepass und eine Reisebürobestätigung benötigt. Antragsdauer ca. 2 Wochen, bei persönlicher Beantragung auch in 1-2 Tagen.

Botschaften/Konsulate:

Botschaft der Republik Mosambik
mit Konsularabteilung, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland, Österreich
Stromstraße 47
10551 Berlin
Sprechzeit: Mo bis Fr 9-13 Uhr
(für Visa- Angelegenheiten)
Tel: (0 30) 39 87 65 00, 39 87 65 01/02
Fax: (0 30) 39 87 65 03
Email: emoza@aol.com

Embaixada da Repùblica Federal da Alemanha, Maputo
Rua Damião de Gois 506
Maputo
Tel: (00258 1) 49 27 14, 49 29 96, 49 00 57
Fax: (00258 1) 49 28 88
Email: germaemb@tvcabo.co.mz

Mosambik (portugiesisch Moçambique) ist ein Staat in Südostafrika. Nationalfeiertag ist der 25. Juni, Tag der Unabhängigkeit (1975). Mosambik liegt am Indischen Ozean zwischen dem 10. und dem 27. Breitengrad Süd. Mosambik grenzt an Tansania, Malawi, Sambia, Simbabwe, Südafrika und Swasiland. Der Kanal von Mosambik trennt den Inselstaat Madagaskar vom afrikanischen Festland.

Geographie

Das breite Küstentiefland bedeckt den größten Teil des Südens, doch wird sie nach Norden hin schmaler. Hinter der Küste steigt das Land stufenförmig an bis zum Tafelland des Hochfelds.

Die zahlreichen Flüsse des Landes fließen aus den Hochländern nach Osten in die Straße von Mosambik. Der größte Fluss ist der Sambesi, der in seinem Oberlauf durch den Cabora-Bassa-Damm aufgestaut wird. Weitere große Flüsse sind der Rovuma, der Grenzfluss zu Tansania, sowie Save und Limpopo. Der Malawisee bildet einen Teil der Grenze mit Malawi; sein Abfluss ist der Shire, der in den Sambesi mündet.

Landesfläche:

801.590 km (Weltrang 34), davon 18% Wald und Buschland, 4% Ackerland, 55% Wiesen und Weiden

Ausdehnung:

Nord-Süd 2000 km, West-Ost 50 bis zu 600 km

Landesgrenzen:

4.571 km, zu Malawi 1.569 km, zu Südafrika 491 km, zu Swasiland 105 km, zu Tansania 756 km, zu Sambia 419 km und zu Simbabwe 1.231 km)
Die Küstenlänge beträgt 2.470 km
Die größten Städte (Stand 1. Januar 2005) sind: Maputo 1.191.613 Einwohner, Matola 543.907 Einwohner und Beira 530.706 Einwohner.

Geschichte

•Seit ca. 6.000 v. Chr. besiedelt eine recht kleinwüchsige Gesellschaft die Region.
•ca. 500 werden sie von aus Zentral-Afrika kommenden Bantu-Gesellschaften verdrängt
•1498 Vasco da Gama landet. Die Region steht unter der Herrschaft von Monomatapa
•1505 bis 1507 Portugal erobert Küstenstädte
•1752 Gründung der portugiesischen Kolonie Mosambik
•Nach der Nelkenrevolution in Portugal erlangte Mosambik am 25. Juni 1975, nach knapp 500 Jahren als Kolonie, die Unabhängigkeit.
•Seit 1995 ist Mosambik als einzige nicht ehemals britische Kolonie Mitglied des Commonwealth of Nations.
•Im Februar des Jahres 2000 führen schwere Regenfälle zu einer Flutkatastrophe die zahlreiche Menschleben fordert, ein Rückschlag für das aufstrebende Land.

Die Auswanderung der Weißen in großem Ausmaß, die wirtschaftliche Abhängigkeit von Südafrika, eine anhaltende Dürre und ein langgezogener Bürgerkrieg zwischen der regierenden Frelimo und der von Südafrika unterstützten Rebellenbewegung Renamo behinderte die Entwicklung des Landes.

Politik

Die herrschende Frelimo-Regierung legte 1989 offiziell den Marxismus ab. Die im folgenden Jahr aufgestellte Verfassung garantierte freie Wahlen in einem Mehrparteiensystem und die freie Marktwirtschaft.

Ein von der UN ausgehandelter Friedensvertrag setzte 1992 den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Renamo-Rebellen ein Ende.

Wirtschaft

Mosambiks Wirtschaft basiert vorwiegend auf Landwirtschaft. In den 90er Jahren wurde die Wirtschaft durch den Bürgerkrieg, die Abwanderung portugiesischer Fachkräfte und mehrere Dürreperioden geschwächt. Zu dieser Zeit waren die meisten Plantagen und Industriebetriebe im Besitz des Staates. Erst 1990 führte die Regierung die freie Marktwirtschaft ein. Die Währung von Mosambik ist der Metical. 1 Metical = 100 Centavos. 1 SFr. sind ungefähr 17´000 Metical.

Über 80% der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft tätig. Sie produzieren jedoch nur 24% des BIP. Dies verdeutlicht, dass die Agrarrevolution noch nicht abgelaufen ist. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse sind Cashewnüsse, Zuckerrohr, Baumwolle und Tee.

Der Grossteil des jährlichen Holzeinschlages wird als Brennstoff verwendet. Die Küstenfischerei hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Gefischt werden hauptsächlich Thunfisch und Garnelen.

Mosambik verfügt über bedeutende Rohstoffreserven. Es gibt Vorkommen an Kohle, Salz, Bauxit, Eisenerz, Gold, Marmor, Erdgas, Titan und Aluminium. Die Industrie beschränkt sich vor allem auf die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Die Rohstoffe werden wenig genutzt.

Die Handelsbilanz Mosambiks ist stark negativ. Exportiert werden hauptsächlich Cashewnüsse, Krustentiere, Baumwolle und Zucker. Importiert werden Maschinen, elektronische Geräte, Erdöl, Nahrungsmittel und Konsumgüter.

Provinzen

Mosambik ist in 10 Provinzen und den Hauptstadtdistrikt gegliedert:

• Cabo Delgado
• Gaza
• Inhambane
• Manica
• Maputo (Provinz)
• Maputo (Hauptstadt)
• Nampula
• Niassa
• Sofala
• Tete
• Zambezia

Gesundheit

HIV/Aids ist im Lande ein großes Problem. 13 % der Bevölkerung sind betroffen (Stand: 2004). AIDS stellt eine große Gefahr für alle dar, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Risiko bergen.

Seit Ende 2003 breitet sich in Mosambik, insbesondere in der Maputo (Provinz), eine schwere Cholera-Epidemie aus. Wichtigste Vorbeugemaßnahme gegen diese eventuell lebensbedrohliche bakterielle Durchfallerkrankung ist sorgfältige Hygiene (z.B. häufiges Händewaschen). Bei Essen und Trinken muss unbedingt auf Hygiene geachtet werden (nur abgekochtes Wasser oder heiße Getränke; keine Eiswürfel; nur frisch zubereitete Gerichte; kein Verzehr von rohem Gemüse und Obst, das nicht geschält werden kann). Als zusätzliche Maßnahme kann eine Schluckimpfung, deren Wirkung jedoch auf ca. 6 Monate begrenzt ist, erwogen werden. Der Impfstoff ist in Deutschland nicht zugelassen.

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollen diese und andere Fragen entschieden werden.

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Gelegentlich wird sie an der Grenze auch bei Einreise aus nicht-endemischen Gebieten verlangt.

Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Moskitonetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und viele Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch/Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Rundfunk:

Rádio Moçambique (staatliches Radio) sendet in portugiesischer und verschiedenen lokalen Sprache

Fernsehen:

staatliches Fernsehen (TVM, 1 Kanal, sendet ab Nachmittag)) und 1 Privatsender

Tageszeitungen:

Notícias (Maputo), Diário de Moçambique (Beira)sowie die Faxzeitungen Mediafax, Imparcial und Vertical

Wochenzeitungen:

Domingo, Zambeze, Savana, Demos, Jornal da Tarde Politische Zeitschrift Tempo

Weiterführende Links:
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Reiseberatung: +49 (0)991 - 29 62 360

 
 
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09.02.2012