Pakistan

Alle Fakten zu dem Land Pakistan

Pakistan grenzt im Westen an den Iran und im Nordwesten an Afghanistan. Im Nordosten ist China der direkte Nachbar und im Osten Indien. Der Süden des Landes zieht sich mit seiner 1.046 km langen Küste am Arabischen Meer entlang.

Internationales Kennzeichen:

PAK

Geographische Lage:

zwischen 23° 30´ und 36° 45´ nördlicher Breite sowie 60° 55´ und 75° 30´ östlicher Länge

Landesfläche:

796.095 km²
4% Wald und Buschland
26% Ackerland
6% Wiesen und Weiden

Ausdehnung:

N - S 1600 km
W - O 1200 km

Küsten:

1.046 km

Hauptstadt:

Islamabad

Größte Städte:

Karachi (ca. 5.208.100 Einwohner)
Lahore (ca. 2.952.700 Einwohner)
Faisalabad (ca. 1.104.200 Einwohner)
Rawalpindi (ca. 794.800 Einwohner)
Islamabad (ca. 204.300 Einwohner)

Gliederung:

4 Provinzen: Balochistan, North-West Frontier Province, Punjab, Sindh
2 administrative Bezirke: Federally Administered Tribal Areas, Islamabad Capital Territory

Geographisch Merkmale:

höchster Berg: K2 8611 m
längster Fluss: Indus 2900 km

Beste Reisezeit:

November bis März
Ins Bergland: Mai bis Oktober

Ortszeit/Zeitzonen:

MEZ + 4 (UTC + 5)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter www.zeit-online.de

Fremdenverkehrsamt:

Pakistan Tourism Development Corporation
Islamabad Agha Khan Road
Markaz F-6 (Super Market)
44000 Islamabad
Tel: (0092 51) 921 27 60, 920 27 66
Fax: (0092 51) 920 40 27, 27 45 07
Email: tourism@isb.comsats.net.pk
Homepage: www.tourism.gov.pk

Landessprache:

Amtsprache ist Urdu. Außerdem werden regionale Sprachen und Dialekte wie Sindhi, Balutschi, Pandschabi, Paschtu, Saraiki und Hindko gesprochen. Englisch ist weit verbreitet.

Währung:

1 Pakistanische Rupie = 100 Paisa
Aktueller Kurs:www.wechselkurse.de

Währungskürzel:

PR, PKR (ISO-Code)
Banknoten gibt es im Wert von 1000, 500, 100, 50, 10, 5, 2 und 1 PR.
Münzen gibt es im Wert von 2 und 1 PR sowie 50 und 25 Paisa.

Kreditkarten:

Am gebräuchlichsten ist American Express. Visa, MasterCard, Eurocard und Diners Club werden begrenzt akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks:

Werden von den meisten Banken, 4- und 5-Sterne-Hotels und großen Geschäften angenommen. Reiseschecks sollten in US-Dollar oder britischen Pfund ausgestellt sein.

Bevölkerung:

152.330.000 Einwohner

Bevölkerungsdichte:

191.3 Menschen je km²

Post/Telegramm/Internet: Post:

Luftpost nach Europa benötigt etwa vier bis fünf Tage. Wichtige Briefe sollten per Einschreiben gesendet werden. Schalter für postlagernde Sendungen gibt es in Lahore, Karachi und Rawalpindi. Die Hauptpostämter der Großstädte haben rund um die Uhr geöffnet.
Telegramme: Können in Postämtern, Telegrafenämtern und größeren Hotels aufgegeben werden. Das Haupttelegrafenamt in Karachi bietet einen 24-Std.-Dienst.
Internet/E-Mail: Hauptanbieter: Pakistan Online und Pak Net. Internetcafés findet man in größeren Städten. Mobiltelefon: GSM 900. Hauptanbieter: Mobilink. Der Empfangs/Sendebereich beschränkt sich auf die größeren Städte.

Strom:

220 V, 50 Hz

Vorwahlen:

Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 0092

Öffnungszeiten:
Geschäfte: Sa bis Do 9/10-13, 15-19 Uhr
Banken: Mo bis Do und Sa 9-13.30 Uhr, Fr 9-12.30 Uhr
Büros: Mo bis Do und Sa 9-17 Uhr, Fr 9-12 Uhr
Regierungsstellen: Mo bis Do und Sa 8-15 Uhr, Fr 8-12 Uhr
Post: meist täglich außer Fr 9-13 und 14-15 Uhr

Staatsform:

Autoritäre bundesstaatliche präsidiale Republik

Staatsführung:

Präsident

Staatsreligion:

Islam

Impfbestimmungen:

Zu den aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes >> hier

Visa:

Visum notwendig. Zur Beantragung eines Visums ist ein mind. noch 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültiger Reisepass und eine Reisebürobestätigung nötig. Antragsdauer etwa 10 Tage.

Botschaften/Konsulate:

Botschaft der Islamischen Republik Pakistan mit Konsularabteilung Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland
Schaperstraße 29
10719 Berlin
Sprechzeit: Mo bis Do 9-12 Uhr, Abholung der visierten Pässe Mo bis Do 16-17 Uhr
Tel: (0 30) 21 24 40, 21 24 42 99, 21 24 44 99
Tel. Konsularabt. (0 30) 21 24 42 03, 21 24 42 04
Fax: (0 30) 21 24 42 10
Email: pakemb.berlin@t-online.de

Embassy of the Federal Republic of Germany
Islamabad Ramna 5
Diplomatic Enclave Islamabad
Tel: (0092 51) 227 94 30/35
Tel. Visastelle: (0092 51) 227 94 41
Fax: (0092 51) 227 94 36
Fax Visastelle: (0092 51) 227 89 17
Email: pregerem@isb.paknet.com.pk
Homepage: www.german-embassy.org.pk

Pakistan ist ein Staat in Südasien. Pakistan grenzt an Iran, Afghanistan, China, sowie an die indischen Bundesstaaten Jammu und Kaschmir, Punjab, Rajasthan und Gujarat (im Uhrzeigersinn). Pakistan liegt am Arabischen Meer, welches Teil des Indischen Ozeans ist.

Der Landesname Pakistan ist ein Akronym, das in den 30er Jahren entstand. Es setzt sich aus den Anfangs- bzw. Endbuchstaben der Namen muslimisch geprägter Provinzen zusammen: P - Punjab, A - Afghan (NWFP und FATA), K - Kaschmir, I - Indus, S - Sind und TAN - Belutschistan. Zugleich bedeutet "pâk" "rein" oder "heilig".

Gliederung

1.)Provinz Belutschistan (Balochistan, Baluchistan)
2.)Nordwestprovinz (North-West Frontier Province, NWFP, Nordwestliche Grenzprovinz)
3.) Provinz Punjab
4.) Provinz Sindh (Sind)
5.) Hauptstadtdistrikt Islamabad
6.)Stammesgebiete unter Bundesverwaltung (Federally Administered Tribal Areas, FATA).
7.) Asad Kaschmir (Azad Kashmir)
8.) Nordgebiete (Northern Areas)

Geschichte

Der Staat Pakistan ist 1947 aus Teilen von Britisch-Indien entstanden. Hintergrund der Gründung Pakistans war der Wunsch muslimischer Bevölkerungsteile, in einem eigenen Staat, der nicht Teil des hinduistisch dominierten Indiens ist, zu leben. Als Staatsgründer wird der Moslemführer Ali Jinnah angesehen. Als Führer der 1906 gegründeten All India Muslim League mobilisierte er die Mehrheit der Muslime für einen eigenen Staat, nachdem in den Dreißigerjahren mehrere Versuche einen Kompromiss mit dem Indian National Congress zu finden gescheitert waren. Während die westliche gebildete Mittelschicht, die Großgrundbesitzer aber auch die Landbevölkerung die Forderung nach der Gründung Pakistans unterstützten, blieb ein Teil der konservativen Religionsgelehrten auf Distanz. Außerdem trat ein großer Teil der Paschtunen für ein ungeteiltes Indien oder für die Eingliederung der Paschtunengebiete (NWFP und FATA) an Afghanistan ein. Im Zuge der Teilung verließen über 4 Millionen Muslime das heutige Indien, während ca. 7 Millionen Hindus und Sikhs das Staatsgebiet von Pakistan verließen. Es wird vermutet, dass bei Gewaltakten und durch die Strapazen während der Flucht bis zu 750 000 Menschen ihr Leben verloren.

Bei der Teilung war umstritten welchem der beiden Staaten der Fürstenstaat Jammu und Kashmir zugeschlagen werden sollte. Vom mehrheitlich hinduistischen Jammu und dem mehrheitlich buddhistischen Ladakh abgesehen war der Staat mehrheitlich muslimisch. Die herrschende Dynastie war jedoch hinduistisch, weshalb sich der Fürst Indien anschloss. Pakistan erlangte jedoch die Herrschaft über den westlichen und nördlichen Teil dieser Region. Beide Staaten beanspruchen ganz Jammu und Kaschmir als ihr Territorium, eine von der UNO vorgeschlagene Volksabstimmung wurde nie durchgeführt. Der Kaschmirkonflikt prägt seither die Beziehung beider Staaten. Bis 1971 gehörte Bangladesch als Ost-Pakistan zu Pakistan.

Weiterer Verlauf und aktuelle Politik

Pervez Musharraf ist seit 1999 Präsident Pakistans. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 steht das Land im verstärktem Maße im Spannungsfeld und im Fokus religiös-motivierter Auseinandersetzungen, insbesondere da Musharraf eine enge politische und militärische Allianz mit den USA eingegangen ist. Die nach Meinung vieler prowestlich orientierter Politik des Präsidenten ist in dem muslimisch orientierten Land umstritten. Neben den normalen Waffen verfügt Pakistan auch über Atomwaffen, die seit 1976 unter Leitung von Abdul Kadir Khan entwickelt und 1998 zum ersten Mal getestet wurden, sowie dafür geeignete Kurz- und Mittelstreckenraketen.

Unabhängig davon beteiligt man sich weiter am Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Am 7. März 2004 teilte die Regierung mit, dass sie bei ihrer Fahndung nach Mitgliedern der Extremisten-Organisation Al-Qaida im Westen des Landes Unterstützung von den Stammesfürsten in Form von 2.000 bewaffneten Kämpfern bekommen würde.

Im März 2002 begann die Volksrepublik China mit dem Bau eines gewaltigen Öl- u. Containerhafens in Gwadar.

Sprachen

Urdu und Englisch sind die Amtssprachen Pakistans. Englisch wird vor allem von der Regierung, als Geschäfts- und Bildungssprache an den Universitäten verwendet, während Urdu die Verkehrssprache des Großteils der Bevölkerung ist, obwohl es als Muttersprache nur von acht bis zehn Prozent der Einwohner gesprochen wird. Die Zahl der Urdu-Muttersprachler steigt jedoch durch die gesellschaftliche Funktion der Sprache ständig, vor allem dadurch, dass Standard-Urdu in der überwiegenden Mehrzahl der Schulen (auf primärem und sekundärem Niveau) als Unterrichtssprache verwendet wird. Drei weitere wichtige Sprachen Pakistans sind ebenfalls indo-arische Sprachen, die mit dem Urdu verwandt sind: Punjabi (58%), Sindhi (12%), Siraiki (9,8% - wird manchmal als Panjabi-Dialekt betrachtet). Nur Sindhi wird in größerem Umfang als Schriftsprache verwendet. In Karachi leben aus dem Raum Bombay stammende Bevölkerungsgruppen, die immer noch Gujarati sprechen. Die Sprachen Pashtu, (8%) und Belutschi (3%) gehören zu den iranischen Sprachen, das in Belutschistan gesprochene Brahui ist eine dravidische Sprache. Im Norden des Landes gibt es eine Vielzahl von Sprachen, die nur von sehr wenigen Menschen gesprochen werden. Balti ist ein in arabischer Schrift geschriebener tibetischer Dialekt.

Religionen

Ca. 96% der Einwohner von Pakistan sind Muslime. Sie gehören verschiedenen Strömungen an, über deren Stärke aber nur Mutmaßungen angestellt werden können, da sie nicht erfasst werden.

Die Mehrheit der Muslime sind Sunniten. Der sunnitische Islam präsentiert sich in Pakistan jedoch nicht als Einheit. Vielmehr teilt er sich in mehrere Denkschulen auf. die Richtung mit den meisten Anhängern dürften die Barelwis sein. Sie vertreten einen durch den Sufismus (islamische Mystik) geprägten Islam und sind strenge Anhänger der hanafitischen Rechtsschule. Sie dominieren vor allem in den ländlichen Teilen der Provinzen Sindh und Punjab, haben aber auch viele Anhänger in den Großstädten Lahore, Multan und Rawalpindi. Die Deobandis sind ebenfalls Hanafiten, sie lehnen jedoch im Gegensatz zu den Barelwis Gräber- und Heiligenverehrung ab. Die Deobandis sind in Karatschi und unter den Paschtunen der North-West Frontier Province und Belutschistans stark vertreten. Die kleinste der drei sunnitischen Denkschulen sind die puritanischen, an Saudi-Arabien angelehnten Ahl-i Hadîth, welche die Rechtsschulen sowie den Sufismus ablehnen. Ihre Zentren sind Lahore, Sialkot, Gujranwala und Faisalabad.

Unklar ist, wie hoch der Anteil der 12er-Schiiten an der Bevölkerung Pakistans ist. Die meisten Schätzungen gehen von 15% aus. Sie sind in Karatschi, Lahore, Sialkot und Jhang sowie in den Northern Areas stark vertreten. Während der schiitischen Trauerzeremonien im Muharram kommt es in Pakistan häufig zu blutigen Auseinandersetzungen. Daneben sind in Pakistan zwei ismailitische Gruppierungen vertreten. Die Bohras leben vor allem in Karatschi, die Nizaris sind daneben vor allem in den Northern Areas (Gilgit und Hunza) sowie Chitral (N.W.F.P.) vertreten. Eine schiitische Sondergruppe im äußersten Norden sind die Nurbakhshis.

Die Ahmadis, die vor allem in ihrem Zentrum Rabwah sowie um Sialkot herum leben, sind in Pakistan seit 1974 offiziell nicht mehr als Muslime anerkannt; sie sind zunehmender Verfolgung ausgesetzt. Es gibt außerdem Bestrebungen, die in Belutschistan verbreitete Gruppierung der Zikris zu Nichtmuslimen zu erklären.

Im Zuge der Teilung von 1947 verließen fast alle Hindus und Sikhs den Punjab. In Sindh blieb jedoch etwa ein Drittel der Hindus zurück. Hoch ist ihr Bevölkerungsanteil speziell in der Wüste Thar. Ihr Anteil an der pakistanischen Bevölkerung liegt zwischen 1,5, und 2%. Etwa gleich hoch ist der Anteil der Christen. Sie leben vor allem um Lahore herum, in Rawalpindi und Islamabad, sowie in Karatschi. Meist handelt es sich um Nachfahren von Unberührbaren, die während der britischen Kolonialzeit zum Christentum konvertierten. Andere stammen jedoch von Goanern ab, die zu jener Zeit oft als Bedienstete der Kolonialherren tätig waren.

Die römisch-katholische Kirche und die aus mehreren britischen protestantischen Denominationen entstandene Church of Pakistan sind etwa gleich stark, hinzu kommen einige von Us-amerikanischen Missionen gegründete Kirchen. In Karatschi leben außerdem mehrere Tausend Zoroastrier (Parsis) und im äußersten Nordwesten des Landes einige Tausend Kalash, die den indogermanischen Pantheon verehren.

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