
"If you are going to San Francisco, be sure to wear some flowers in your hair" - Nun, heutzutage können sie den Rat des Sängers Scott McKenzie natürlich immer noch beherzigen, müssen es aber nicht.
Die Metropole ist seit vielen Jahren nicht mehr die Stadt der Hippies, obwohl diese einige Viertel, wie zum Beispiel das berühmte Haight-Ashbury, durch ihre Existenz sehr beeinflusst haben. Auch die überaus tolerante soziale Einstellung und die Begeisterung für kulturelle Experimente kann durchaus in Teilen auf die Blumenkinder-Bewegung der 60er Jahre zurückgeführt werden.
Die Bewohner San Franciscos lieben ihre Stadt mehr als alles andere und nennen sie deshalb auch "The City". Das unterstreicht die Einzigartigkeit, die sie in ihren Augen besitzt. Hier herrscht ein ganz besonderes Lebensgefühl, das viele Ausländer wie magisch anzuziehen scheint. In der Stadt leben und arbeiten über 1000 Volksgruppen und jede hat sich ihr Viertel bewahrt. Ob Iren, Mexikaner, Japaner, Afrikaner oder Chinesen - hier gewinnen Reisende einen Eindruck was der Amerikaner mit dem Ausdruck "melting pot" meint.
Besonders China-Town sticht ins Auge. Diese "Stadt in der Stadt" mit ihren rund 40.000 Einwohnern ist die größte Ansiedlung von Chinesen außerhalb Asiens. Pagodendächer, Transparente mit chinesischen Schriftzeichen, Restaurants und Geschäfte - der Eindruck den dieses Viertel hinlässt, ist wirklich interessant und deshalb in jedem Fall einen Besuch wert.
Neben dieser großen Toleranz gegenüber anderen Kulturen, besteht hier auch eine solche gegenüber anderen Lebensformen. Hier wurde beispielsweise die Homosexuellenszene so groß, dass kaum ein Politiker an der starken Interessensgemeinschaft der "Gays" vorbeisehen konnte.
Statistiken besagen sogar, dass jeder zehnte Bewohner San Franciscos ein bekennender Homosexueller ist. So verwundert es auch nicht, dass sich im Nachtleben der Stadt jede Menge spezieller Clubs und Diskotheken auf diese besondere Kundschaft spezialisiert haben.
Vom Flair der Toleranz lebt auch das Viertel Haight-Ashbury, das streng genommen nur aus der Kreuzung zweier Straßenzüge besteht. Hier lebten in den 60er Jahren die Hippies in einer selbst gewählten kulturellen Absonderung. Obwohl sie heute längst nicht mehr hier wohnen, hat sich etwas von der damaligen Mentalität, die sich mit den Schlagworten Toleranz und Freiheitsliebe kennzeichnen lässt, bewahrt.
Bei so vielen sehenswerten Flecken sollten sich Touristen in San Francisco schon etwas Zeit für die Erkundung der Stadt nehmen - Es lohnt sich. Von einem Ort zum anderen kommen Sie in San Francisco übrigens mit dem Cable Car. Wenn Sie ganz genau wissen wollen, wie diese einzigartige Straßenbahn funktioniert, sollten Sie einen Besuch im "Cable Car Barn" einplanen. Hier wird erklärt, wie der unterirdische Seilzug die Bahn zieht, oder wie die Wagen früher aussahen.
Weiterführende Links:
Kultur
Geschichte
Reiseführer
| uwe/ 06