Sri Lanka liegt dem Süden Indiens gegenüber im Indischen Ozean. Getrennt werden die beiden Länder durch die Palkstraße und den Golf von Mannar. Bis 1972 war das Land nach seiner Hauptinsel Ceylon benannt.
CL
zwischen 5° 55´ und 9° 50´ nördlicher Breite sowie 79° 42´ und 81° 52´ östlicher Länge
65.610 km²
32% Wald
23% Ackerland
7% Wiesen und Weiden
N - S 420 km
W - O 240 km
1.340 km
Colombo (offiziell: Sri Jayawardenepura Kotte, ein Vorort von Colombo der Hauptstadt und Parlamentssitz ist)
Colombo (ca. 615.000 Einwohner)
Dehiwala-Mount Lavinia (ca. 196.000 Einwohner)
Moratuwa (ca. 170.000 Einwohner)
Jaffna (ca. 129.000 Einwohner)
Sri Jayewardenepura Kotte (ca. 109.000 Einwohner)
9 Provinzen
höchster Berg: Pidurutalagala 2518 m
längster Fluss: Mahaweli 329 km
Nordostküste: April und September
Südwestküste: Oktober bis April
Bergland: April
MEZ + 5 (UTC + 6)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter
www.zeit-online.de
Ceylonesisches Fremdenverkehrsamt
Ceylon (Sri Lanka)
Tourist Board
Europäisches Zentralbüro, Frankfurt/M.
Allerheiligentor 2-4
60311 Frankfurt/M.
Tel: (0 69) 28 77 34, 28 82 16
Fax: (0 69) 28 83 71
Email: CTBFRA@t-online.de
Homepage: www.destination-asien.de
Sri Lanka - Ceylon Tourist Board
Travel Information Centre
Colombo
78
Stuart Place
Colombo 3
Tel: (011) 243 70 59, 243 70 60, 243 70 55
Amtssprachen sind Singhalesisch (Sinhala) und Tamilisch. Englisch ist Handels- und Bildungssprache. Ebenfalls gesprochen wird Malaiisch.
1 Sri Lanka Rupie = 100 Cents
Aktueller Kurs: www.wechselkurse.de
RS, LKR (ISO-Code)
Banknoten gibt es im Wert von 1000, 500, 100, 50, 20, 10 und 5 RS
Münzen im Wert von 5, 2 und 1 RS sowie 50, 25, 10, 5, 2 und 1 Cent
Außerdem sind zahlreiche Gedenkmünzen im Umlauf.
American Express, Visa, MasterCard und Eurocard werden allgemein akzeptiert, Diners Club ist weniger gebräuchlich. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Der Wechselkurs ist günstiger wie bei Bargeld, daher wird empfohlen Reiseschecks mitzunehmen. Sie sollten jedoch in US-Dollar oder britischen Pfund ausgestellt sein. Reiseschecks sind allerdings nur in größeren Städten einlösbar.
18.640.000 Einwohner
284.1 Menschen je km²
Post: Luftpost nach Europa kann bis zu einer Woche unterwegs sein.
Telegramme: Können in allen Postämtern aufgeben werden.
Internet/E-Mail: Hauptanbieter: Pan Lanka Networking P.L.. Es gibt derzeit 7 Internetcafés in Sri Lanka.
Mobiltelefon:
GSM 900. Mobilfunkgesellschaften: Celltel Lanka, Lanka Cellular und MTN Networks
230/240 V, 50 Hz.
Dreipolige Rundstecker und Glühbirnen mit Bajonettfassung.
Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 0094
Geschäfte: Mo bis Fr 8.30-17.30 Uhr, teilweise Sa 8.30-13 Uhr. Kleine Läden haben auch länger geöffnet.
Banken: Mo bis Fr 9-15 Uhr. Die Bank im Flughafen in Colombo hat zu allen Abflug- und Ankunftszeiten geöffnet. Außerdem halten einige Banken spezielle Wechselschalter länger offen. Mo bis Fr 9-18 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen 9-16 Uhr.
Büros: Mo bis Fr 8/9-16/17 Uhr
Sozialistische Präsidialrepublik
Präsident
keine
Zu den aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes >> hier
30 Tage visumsfrei für Touristen. Notwendig: noch mind. 6 Monate gültiger Reisepass, Rück- oder Weiterreisetickets, Unterkunftsnachweis, ausreichende Geldmittel bzw. Nachweis eines Pauschalarrangements
Botschaft der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka
mit Konsularabteilung, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland
Niklasstraße 19
14163 Berlin
Sprechzeit: Konsularabteilung Mo bis Do 9.30-12.30 Uhr
Tel: (0 30) 80 90 97 49
Fax: (0 30) 80 90 97 57
Email: info@srilanka-botschaft.de
Homepage: www.srilanka-botschaft.de
Embassy of the Federal Republic of Germany
Colombo
40
Alfred House Avenue
Colombo 3
Tel: (0094 11) 258 04 31/34, 258 83 25
Fax: (0094 11) 258 04 40
Email: germaemb@sltnet.lk
Homepage: www.germanembassy-colombo.lk
Sri Lanka ist ein Inselstaat im Indischen Ozean vor der südöstlichen Küste Indiens, der früher unter dem Namen Ceylon bekannt war. Sri Lanka ist Mitgliedsstaat des Commonwealth. Der Regierungssitz ist Sri Jayawardenepura, Hauptstadt und zugleich größte Stadt ist Colombo.
Sri Lanka liegt im Indischen Ozean, südöstlich des indischen Bundesstaates Tamil Nadu, zwischen 6° und 10° nördlicher Breite und zwischen 79° und 82° östlicher Länge.
Vom indischen Subkontinent ist es durch die Palkstraße und den Golf von Mannar getrennt. Die winzige Kette der Korallenfelsinseln der Adamsbrücke stellen eine Verbindung zwischen dem Nordwesten Sri Lankas und Tamil Nadu in Indien dar. Die größte Entfernung von Norden nach Süden liegt etwa bei 440 km. An ihrer breitesten Stelle misst die Insel ungefähr 220 km und ihre Gesamtfläche beträgt 65.610 km?. Höchste Erhebung des zentralen Berglands ist der Pidurutalagala mit 2524 m über NN.
Das Klima Sri Lankas ist tropisch mit unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen auf Grund der Wirkungen der Monsune. Während der Südwesten des Landes (siehe Klimadiagramm Colombo) immerfeucht ist mit zwei deutlichen Niederschlagsmaxima im Mai und Oktober, bringt der Südwestmonsun an der Nordost- und Ostküste nur geringe Niederschläge, da sich dieser Bereich im Lee des zentralen Gebirges befindet. Dort fallen die meisten Niederschläge im Zusammenhang mit dem Nordostmonsun im November und Dezember (siehe Klimadiagramm Trincomalee).
Die mittlere Jahrestemperatur beträgt bei Kandy 22,2° C, bei Colombo 27,8° C, bei Trincomalee 33° C. In Nuwera Ellia - also in fast 1.900 m Höhe - können die Temperaturen dagegen bis unter den Gefrierpunkt sinken. Entsprechend den Niederschlagsverhältnissen verändert sich die Vegetation von West nach Ost: Im Bereich der höchsten Niederschläge herrscht tropischer Regen- und Bergwald vor, während im Norden und Osten xerophytische Buschvegetation anzutreffen ist. Die Pflanzenwelt besticht durch üppige Fülle und Artenreichtum. Neben ausschließlich auf Sri Lanka beheimateten Pflanzen finden sich auch vorderindische, südostasiatische und malaiische Arten. Wichtige Kulturpflanzen sind Reis, Zuckerrohr, Indigo, Tabak, Kaffee und Chinarinde sowie Teesträucher. Sri Lanka ist arm an Bodenschätzen. Lediglich Edelsteine, Kalkstein, Graphit, Phosphate, Ton und Uran sind vorhanden.
Die Bevölkerung Sri Lankas ist ethnisch heterogen. 75% sind Singhalesen, 7% Muslime (Moors), ~6% Indien- oder Kandy-Tamilen, ~12% Ceylon- oder Jaffna-Tamilen. Die Indien- oder Kandy-Tamilen wurden von den Briten während der Kolonialzeit vor allem als Arbeitskräfte auf den Tee-Plantagen beschäftigt, während die Ceylon-Tamilen von den Kolonialherren vor allem in der Verwaltung eingesetzt und dabei gegenüber den Singhalesen bevorzugt wurden. Nach der Unabhängigkeit des Landes führte dies zu starken Antipathien zwischen diesen beiden Bevölkerungsgruppen, die nach jahrelanger Unterdrückung durch die singhalesische Mehrheit in den Versuch der tamilischen Bevölkerung des Nordens und Ostens mündeten, mit Waffengewalt einen eigenen Staat zu gründen.
Die wichtigsten Exportwaren Sri Lankas sind Textilien und Bekleidung, Tee, Edelsteine, Kokosnussprodukte. Nach dem Waffenstillstand gewann der Tourismus zunehmend an Bedeutung, allerdings ist die weitere Entwicklung nach der Flutkatastrophe am 26. Dezember 2004 ungewiss.
• 9 Provinzen.
•Parlament mit 225 Mitgliedern.
Wahl alle sechs Jahre.
Die Bevölkerungsmehrheit der Singhalesen bekennt sich überwiegend zum Buddhismus (70%) in seiner Form des Theravada.
Die Minderheit der Tamilen gehört zum größten Teil dem Hinduismus (15%) an.
Außerdem gibt es singhalesische und tamilische Christen (8 %). Weiterhin leben, vor allem im Osten und den Großstädten der Insel, die Moors (8%), Nachfahren arabischer Kaufleute, die dem Islam angehören.
In vedischer Zeit (ca. 1500 - 400 v. Chr.) hieß die Insel Lankâ; zur Zeit des indischen Maurya-Reiches unter Ashoka (ca. 3. Jahrhundert v. Chr.) Tâmraparnî; beim griechischen Geographen Ptolemäus (2.Jhd. n.Chr.) heißt sie Taprobane; zur Gupta-Zeit (um 400 n. Chr.) und zur Zeit des indischen Großkaisers Harshavardhana (7. Jahrhundert n. Chr.) wurde sie Singhala genannt; im Spätmittelalter (13./14. Jahrhundert) Silan und Sarandib (oder Serendip, siehe hierzu auch Serendipity). Die Portugiesen, Holländer und Briten nannten die Insel Ceylon, die nach ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1972 in Sri Lanka umbenannt wurde.
•um 500 v. Chr.: Nordindische Siedler (zu den Indogermanen gehörend), die späteren Singhalesen, kommen nach Sri Lanka (damals Tâmraparnî). Sie treffen auf eine Urbevölkerung, die heutigen Veddas, die vermutlich mit den australischen Aborigines verwandt sind. Diese gehen nach und nach in den Singhalesen auf. Heute gibt es nur noch wenige 100 von ihnen.
•um 240 v. Chr.: Der Buddhismus gelangt durch Vermittlung des indischen Maurya-Kaisers Ashoka nach Sri Lanka. •um 300 v. Chr.: Erstes buddhistisches Königreich.
•um 175 v. Chr.: Erste Tamileneinfälle vom indischen Festland aus. Aber auch jahrhundertelange friedliche Koexistenz einer großen Zahl von Tamilen (der Sprachfamilie Dravidisch zugehörig), besonders Kaufleute, Söldner und Handwerker, mit den Singhalesen; Mischheiraten und Assimilation in beträchtlichem Ausmaß.
•4. Jahrhundert: Buddhistische Mönche aus Indien bringen den Buddhismus in seiner ursprünglichen Form (Theravada) nach Sri Lanka.
•spätestens 7. Jahrhundert: Bestehen eigener tamilischer Siedlungen im Norden der Insel.
•bis 11. Jahrhundert: Singhalesische Königreiche mit der Hauptstadt Anuradhapura.
•seit dem 13. Jahrhundert: Tamilische Königreiche mit der Hauptstadt Jaffna.
•bis 14. Jahrhundert: Singhalesische Königreiche mit der Hauptstadt Polonnaruwa und Sigiriya.
•bis 19. Jahrhundert: Singhalesische Königreiche mit der Hauptstadt Nuwara (englisch: Kandy).
• 1518: Eroberung durch Portugal.
• 1656: Colombo wird niederländisch.
• 1658: Eroberung durch die Niederlande.
• 1796: Beginn der Herrschaft der Briten.
Die Briten dringen als erste Kolonialmacht in das Inselinnere vor. Portugiesen und Niederländer beschränkten sich bis dahin nur auf Stützpunkte an der Küste.
•1803: Ceylon wird britische Kronkolonie.
•1815: Einnahme des Königreichs Kandy. Der letzte singhalesische König, Wikrama Rajasingha, wird verhaftet und nach Indien verbracht.
•1818: Ceylon wird vollkommen britisch, nachdem diverse Aufstände niedergeschlagen sind.
•ab 1840: Die Briten bringen südindische Plantagenarbeiter (Tamilen) auf die Insel. Danach Spannungen mit den Singhalesen wegen des nationalen und religiösen Gegensatzes.
•1860: Beginn des Teeanbaus auf Plantagen.
•1947 (Juni): Ceylon wird britisches Dominion.
•1948 (4.2.): Ceylon wird innerhalb des Britischen Commonwealth in die Unabhängigkeit entlassen.
•1956: Mit singhalesisch-nationalistischen Parolen gewinnt die SLFP (Sri Lanka Freedom Party) die Parlamentswahlen. Von da an pro-singhalesische Politik (Bevorzugung der singhalesischen Sprache, des Buddhismus, Quotenregelung auf Basis der ethnischen Zugehörigkeit für die Universitätszulassung etc.), die zu Spannungen zwischen Singhalesen und Tamilen führt.
•ab 1970: Zusammenschluss tamilischer Parteien zur Tamil United Liberation Front (TULF). Diese fordert einen eigenen Tamilenstaat (Tamil Eelam) im Norden und Osten der Insel.
•1972 (22.5.): Ceylon wird Republik und gibt sich den Namen Sri Lanka.
•ab 1983: Eskalation der Spannungen zwischen Singhalesen und Tamilen. Die radikalen Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) fordern einen unabhängigen Tamilienstaat im Norden und Osten der Insel.
•1986: Die LTTE erobern die Jaffna-Halbinsel (Hochburg der Tamilen) und weite Teile der Nordzentral- und der Ostprovinzen (hauptsächliche Siedlungsgebiete der Tamilen).
•1987 (Juni): Indien entsendet mit UNO-Mandat und unter Zustimmung der Regierung Sri Lankas Friedenstruppen nach Sri Lanka. Die LTTE weisen alle Friedensbemühungen von sich, so dass die Kämpfe sich ausweiten.
•1989 - 1990: Die indischen Friedenstruppen ziehen ab, ohne dass der Konflikt gelöst wird. Die Auseinandersetzungen zwischen Singhalesen und Tamilen eskalieren erneut.
•1995 (Dezember): Die Regierungstruppen Sri Lankas erobern die Jaffna-Halbinsel zurück.
•1999 (November): Die LTTE lancieren eine Großoffensive im zentralen Norden des Landes. (18. Dezember) Während des Wahlkampfs wird Präsidentin Kumaratunga von einem tamilischen Selbstmordattentäter verletzt. Sie wird in ihrem Amt bestätigt.
•2002 (Februar): Waffenstillstand und Friedensverhandlungen zwischen der srilankischen Regierung und den tamilischen Rebellen.
•2004 (7. Februar): Präsidentin Chandrika Bandaranaike Kumaratunga löst das Parlament auf und ordnet Neuwahlen für den 2. April an, aus denen sie als Siegerin hervorgeht.
•2004 (26. Dezember): Ausrufung des Notstandes in Folge der Flutkatastrophe nach dem Seebeben vor Sumatra. Zum 1. Februar 2005 gab es in Sri Lanka über 30.000 Todesopfer.