Taiwans Hauptinsel Formosa liegt etwa 180 km vom Chinesischem Festland entfernt im Südchinesischem Meer. Ehemals waren es portugiesische Seefahrer die der Insel ihren Namen gaben (Ilha Formosa= wunderschöne Insel). 1949 floh die republikanische Regierung mit zwei Millionen ihrer Anhänger, nach dem Sieg der Kommunisten, von China nach Taiwan und riefen dort die „Nationale Republik China“ aus.
RC
zwischen 21° 50´ und 26° 20´ nördlicher Breite sowie 118° 10´ und 122° östlicher Länge
36.000 km²
52% Wald
25% Ackerland
N - S 390 km
W - O 140 km
1.566,3 km
Taipei
Taipei (ca. 2.595.700 Einwohner)
Kao-hsiung (ca. 1.434.900 Einwohner)
T´ai-chung (ca. 881.800 Einwohner)
T´ai-nan (ca. 712.200 Einwohner)
Chi-lung (ca. 374.800 Einwohner)
Insel Formosa, den Penghu-Inseln (früher Pescadoren) und die Quemoy- und Matsu-Inseln.
höchster Berg: Yushan 3997 m
März bis Mai & September bis November
MEZ + 7 (UTC + 8)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter www.zeit-online.de
Taipeh Tourismusbüro
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Rheinstraße 29
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Im Land wird Chinesisch (Beijing-Dialekt), südchinesisches Min, südchinesisches Hakka und malaio-polynesische Sprachen gesprochen. In Touristengebieten ist auch Englisch verbreitet.
1 Neuer Taiwan Dollar = 100 Cents
Aktueller Kurs: www.wechselkurse.de
NT$, TWD (ISO-Code)
Banknoten gibt es im Wert von 1000, 500, 100 und 50 NT$
Münzen im Wert von 50, 10, 5 und 1 NT$ sowie 50 Cents
Werden in den meisten Hotels, Restaurants und großen Geschäften akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein.
22.110.000 Einwohner
614.1 Menschen je km²
Post: Luftpostsendungen nach Europa benötigen etwa 10 Tage. Postämter in größeren Städten nehmen postlagernden Sendungen entgegen.
Telegramme: Können im Hauptbüro der ITA aufgegeben werden oder bei einer der vier Zweigstellen
Internet/E-Mail: Internetanbieter: Asia Pacific Online (www.apol.com.tw) und Chunghwa Telecom/Hinet. Internetcafés sind weit verbreitet.
Mobiltelefon: GSM 900 und GSM 1800. Netzbetreiber sind Taiwan Cellular Corporation, Chunghwa Telecom LDM und Far Eastone Telecommunications
110 V, 60 Hz
Nach Deutschland: 00249
Von Deutschland: 00886
Geschäfte: Mo bis Sa 9/10-21/22 Uhr, meistens auch sonntags geöffnet.
Banken: Mo bis Fr 9-15.30 Uhr, Sa 9-12 Uhr
Staatliche Verkaufsstellen: Mo bis Fr 8.30-12, 13-17 Uhr, Sa 8.30-12 Uhr
Büros: Mo bis Fr 9-17 Uhr, Sa 9-12 Uhr
Regierungsbüros: Mo bis Fr 8.30-12, 13.30-17.30 Uhr, Sa 8.30-12 Uhr
Republik
Präsident
keine
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Visumfrei für 30 Tage wenn die Ankunft über die Flughäfen Taipei (Chiang Kai Shek International) oder Kaohsiung (International) bzw. über die Seehäfen Hualien, Keelung, Kaohsiung oder Taichung erfolgt. Notwendig sind bei der Einreise ein 6 Monate gültiger Reisepass und ausreichend Geldmittel.
Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland, Berlin
Zuständigkeiten: Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
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Taiwan, das sich offiziell Republik China nennt, im Westen früher manchmal auch als National-China oder Formosa bezeichnet wurde, ist eine Insel im Pazifik östlich vor der Küste des chinesischen Festlandes, die international nur von wenigen Regierungen als Staat anerkannt wird, de facto aber unabhängig ist. Die frühere deutsche Bezeichnung ist Formosa (nach "Ilha formosa", portugiesisch für "schöne Insel"). Die Volksrepublik China sieht Taiwan als abtrünnige Provinz an. Taiwan war 1949 das Rückzugsgebiet der Kuomintang-Regierung, die im Bürgerkrieg den Kommunisten unter Mao Zedong unterlegen war, und wurde damit zum letzten Rest der ehemals ganz China umfassenden Republik China. Die USA gelten als Schutzmacht des Landes.
Die Bezeichnung der gesamten Insel mit dem Namen Taiwan kam erst gegen 1885 auf; früher wurde der Name Taiwan (wörtlich "Terrassenbucht") nur für eine Bucht in der Nähe des heutigen Tainan im Süden verwendet, an der die Holländer 1623 das Fort Zeelandia errichtet hatten. Die Chinesen, die für die Insel im Laufe der Geschichte verschiedene Bezeichnungen hatten, übernahmen in der Folge allmählich diesen Namen für die ganze Insel.
Die Pan-Green Coalition, die zur Zeit die Politik Taiwans beherrscht, strebt die Anerkennung als selbständiger Staat an, während die Volksrepublik China auf ihrer Ein-China-Politik beharrt und nach wie vor auf eine Eingliederung in die Volksrepublik drängt. Mit Rücksicht auf die guten Beziehungen zur Volksrepublik verweigern die meisten Staaten Taiwan die Anerkennung als eigenständiger Staat. Ungeachtet dessen ist Taiwan zurzeit de facto völlig unabhängig von der Volksrepublik und verfügt über eine selbständige Regierung, die die volle Souveränität über Taiwan hat.
Taiwan hat eine Fläche von 35.900 km?. An der längsten Stelle ist die Insel 377 km lang, die maximale Breite beträgt 142 km. Die Insel wird von China durch die Straße von Taiwan getrennt und von den Philippinen durch die Straße von Luzon. Östlich begrenzt das Philippinenbecken Taiwan.
Die Republik China auf Taiwan umfasst noch die Pescadores (Penghu), Matsu (Mazu) und Quemoy (Jinmen) sowie einige weitere kleine Inseln.
Der Wendekreis des Krebses läuft durch die Insel. Im Norden herrscht auch entsprechend ein subtropisches Klima, das Zentrum und der Süden sind vorherrschend tropisch. Im Winter weht ein kräftiger Monsun aus Nordosten, im Sommer ein starker Monsun aus Südwest, der starke Regenfälle mit sich bringt. Von Mai bis Oktober wird die Insel auch häufig von Taifunen heimgesucht.
Der Westen der Insel bildet eine flache Ebene. Richtung Osten steigt diese auf, bis zur zentralen Gebirgskette im Zentrum, die über 200 Gipfel über 3.000 m hat. Der Yu Shan ist mit 3.997 m über dem Meer der höchste Berg der Insel. An der Ostküste befindet sich ein weiterer, etwas weniger hoher Gebirgszug.
Als Niederländer und Spanier im 17. Jahrhundert mit der Kolonisation begannen, lebten bereits geschätzte 25.000 Han-Chinesen auf der Insel, die Bevölkerungsmehrheit stellten jedoch austronesische indigene Völker dar (circa 250.000). Die Sprachen der Ureinwohner Taiwans gehören der Austronesischen Sprachfamilie an. Im Einzelnen sind dies: Rukai, Yami, Tsou, Saisiyat, Atayal, Paiwan, Bunun, Amis, Puyuma, Pazeh, Kanakanavu, Saaroa, Seediq und Kavalan. Heutzutage sprechen nur 2 % der taiwanischen Bevölkerung diese Sprachen.
Ende des 17. Jahrhunderts bis ins 20. Jahrhundert begann eine massive Zuwanderung von Han-Chinesen aus der chinesischen Provinz Fujian. Im Jahr 1919 wurde die Bevölkerung auf ungefähr 3 Millionen Han-Chinesen, 100.000 Japaner und 120.000 Angehörige indigener Völker geschätzt.
Heute leben in Taiwan ca. 23 Mio. Menschen. Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Han-Chinesen; daneben existieren noch zehn offiziell anerkannte indigene Volksgruppen, nach anderen Zählungen bis zu dreizehn (Gesamtzahl 2004: 400.000). Das ist ein Anteil an der Gesamtbevölkerung von unter 2 %.
Taiwan ist in 16 Kreise und sieben kreisfreie Städte gegliedert (s. Tabelle), worunter Taipei und Kaohsiung als unmittelbar der Zentralregierung unterstellte Städte eine Sonderstellung einnehmen.
Anfangs war die Insel von einer malaiisch-polynesischen Urbevölkerung besiedelt. 1590 entdeckten die Portugiesen die Insel. Aus dieser Zeit stammt der Name "Ilha Formosa" bzw. "Formosa", er bedeutet schöne Insel. 1642-1662 kontrollierten die Niederländer die Insel. Während die chinesische Ming-Dynastie (1368-1644) auf dem Festland untergeht, beherrschen japanische Piraten (Wokou) die Insel und nutzen sie als Stützpunkt. 1683 erobern die in China siegreichen Mandschu die Insel.
1895 muss China die Insel an Japan abtreten. 1912 wurde China vom Kaiserreich zur Republik; Taiwan sieht sich heute als Fortsetzung dieser Republik.
1945 kommt Taiwan unter die Verwaltung der Alliierten und wird ohne Volksabstimmung Republik China zugesprochen. Jedoch wurde auf der Friedensvertragskonferenz von San Francisco 1951-52 bestimmt, dass für die Zukunft Taiwans das Selbstbestimmungsrecht der Taiwanesen berücksichtigt werden müsse. 1949 zieht sich jedoch die Kuomintang (KMT) unter Chiang Kai-shek, nach ihrer Niederlage im chinesischen Bürgerkrieg auf die Insel zurück und rufen dort 1950 erneut die Republik China aus. Die Republik China auf Taiwan nimmt danach noch bis in die 70er Jahre den chinesischen Sitz im UN-Sicherheitsrat ein.
Am 16. Dezember 1978 brechen die USA, die als Schutzmacht des taiwanischen Staates fungieren, ihre offiziellen diplomatischen Beziehungen zu Taiwan ab. Dies geschieht im Zuge der Annäherung der USA an die Volksrepublik China. Viele andere Staaten tun das gleiche. Die Republik China tritt bereits 1971 aus der UNO aus (aus Protest, da sie damals die Alleinvertretung Gesamtchinas beanspruchte), bevor die Volksrepublik aufgenommen wird und den Sitz im Sicherheitsrat als Atommacht übernimmt.
1987 hebt die KMT das Kriegsrecht auf, die erste Oppositonspartei, die Demokratische Fortschrittspartei; DPP) entsteht und die lange unterdrückte "taiwanische" Kultur und Sprache dürfen wieder ausgeübt werden. Anfang der 90er Jahre gibt die Kuomintang ihre Alleinherrschaft auf und die Demokratie wird eingeführt. 1992 werden erstmals freie Parlamentswahlen und 1996 direkte Präsidentschaftswahlen durchgeführt.
• Hauptstadt: Taipei
• Präsident: Chen Shui-bian
Taiwan ist im Gegensatz zur Volksrepublik China seit einigen Jahren eine Demokratie, der Präsident und die Abgeordneten des Einkammer-Parlaments werden in freien, gleichen und geheimen Wahlen gewählt. Lange Zeit zuvor wurden die Mandate aus den "Provinzen", die nun zur Volksrepublik China gehören, nicht neu vergeben, da dort keine neuen freien Wahlen veranstaltet werden konnten. Dies führte dazu, dass die Kuomintang Republik China (Taiwan, etc.) praktisch als alleinige Partei regierte (Details siehe bei Kuomintang).
Das Verhältnis Taiwans zur Volksrepublik China ist recht kompliziert. Nach chinesischer Sichtweise ist Taiwan eine abtrünnige Provinz und gehört gemäß der Ein-China-Politik zur VRC. Am 14. März 2005 hat der Chinesische Volkskongress fast einstimmig (von 2896 Delegierten enthielten sich zwei der Stimme) das umstrittene Anti-Abspaltungs-Gesetz abgesegnet, welches militärische Schritte gegen Taiwan vorsieht, sollte dieses sich unabhängig erklären.
Taiwan vermeidet eine offizielle Unabhängigkeitserklärung und wird daher auch nur von 27 Staaten diplomatisch anerkannt. Nach taiwanischer Sichtweise ist eine Unabhängigkeitserklärung unnötig, da die chinesische Republik bereits 1912 gegründet wurde und die Insel de facto unabhängig ist.
Auch als Beruhigung der Volksrepublik China definierte Präsident Chen Shui-bian die Politik der fünf Neins. Solange Taiwan nicht akut militärisch von China bedroht wird, wird Taiwan:
• keine Unabhängigkeit erklären
• nicht den Namen des Staates ändern
•keinen Artikel in die Verfassung aufnehmen, der die Beziehungen zur VRC als "zwischenstaatliche Beziehungen" bezeichnet
•kein Referendum über die Änderung des Status quo in der Frage Unabhängigkeit oder Wiedervereinigung abhalten
•die bestehenden taiwanesischen Richtlinien für die "Nationale Wiedervereinigung" nicht ändern (sprich: Wiedervereinigung nur durch Verhandlungen mit der Volksrepublik China und unter demokratischen Vorausetzungen auf dem chinesischen Festland).
Folgende 26 Staaten pflegen offizielle diplomatische Beziehungen mit Taiwan:
• Europa: Vatikanstadt •Afrika: Burkina Faso, Gambia, Malawi, São Tomé und Príncipe, Senegal, Swasiland, Tschad
•Amerika: Belize, Costa Rica, Dominikanische Republik, El Salvador, Haiti, Honduras, Nicaragua, Panama, Paraguay, St. Kitts und Nevis, St. Vincent und die Grenadinen
•Ozeanien: Kiribati, Marshallinseln, Nauru, Palau, Salomonen, Tuvalu.
Am 20. Januar 2005 nahm Grenada seine diplomatischen Beziehungen zur Volksrepublik China wieder auf und brach die seit 1989 bestehenden diplomatischen Beziehungen zu Taiwan ab.
Die anderen Staaten haben offiziell keine diplomatischen Beziehungen, trotzdem wird der Kontakt aber durch sogenannte Taipei Wirtschafts- und Kulturbüros aufrechterhalten, ohne diesen Einrichtungen (mit Rücksicht auf die Volksrepublik China) den Status einer Botschaft zuzuordnen (siehe auch Ständige Vertretung).
Tag der (bürgerlichen) chinesischen Revolution, 10. Oktober, auch "Doppelzehnfest" genannt. Der Tag erinnert an den Aufstand von Wuchang, heute Wuhan, am 10. Oktober 1911, der schließlich zur Gründung der Republik China führte.
Taiwan hat ein kapitalistisches Wirtschaftssystem, welches stark von seinen Exporten abhängig ist. Das Land zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt. Der taiwanische Investitionsfluss in die VR China beträgt im Jahre 2002 an die 40,8 Mrd. US-Dollar und übertrifft damit das aller anderen Länder. Taiwan ist der größte Produzent von Halbleiter-Anwendungen wie PC-Hauptplatinen, Notebooks und WLAN-Komponenten, die unter verschiedensten (konkurrierenden) Marken weltweit abgesetzt werden.
Die offizielle Zählung der Jahre richtet sich in Taiwan nach dem Gründungstag der Republik China am 1. Januar 1912. So wird das Jahr 2005 (nach dem gregorianischen Kalender) als 94. Jahr der Republik China gezählt. Im Alltag und im Handel ist die westliche Jahreszählung ebenfalls gebräuchlich.
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