
Puerto de la Cruz, mit 30.613 Einwohnern (Stand 2005) die sechstgrößte Stadt Teneriffas (Stand 2005), ist touristisches Zentrum der Inselnordküste. Zusammen mit La Orotava, Los Realejos und anderen Orten bildet Puerto de la Cruz einen Ballungsraum von ca. 140.000 Einwohnern. Puerto de la Cruz ist mit Santa Cruz de Tenerife über die Straße Buenavista del Norte - Icod de los Vinos und TF-2 verbunden. Puerto de la Cruz liegt west-südwestlich von Santa Cruz de Tenerife und nordöstlich von Arona und Flughafen Reina Sofia. Nachbargemeinden sind La Orotava im Osten und Süden und Los Realejos im Westen. Die Gemeinde hat eine Ausdehnung von 8,84 km² auf einer durchschnittlichen Höhe von 9 m über dem Meeresspiegel und ist im Valle de la Orotava (Orotava-Tal) gelegen.
Das hier im Gegensatz zur trockenen, regenarmen Südküste vorherrschende feuchtwarme Klima ist Garant für eine besonders abwechslungsreiche Vegetation. So ist Puerto de la Cruz umgeben von ausgedehnten Bananenplantagen, die leider aufgrund der extremen Expansion der beiden Städte Puerto und Orotava immer weiter dezimiert werden.
Botanischer Garten Am Ortseingang gelegen bietet der Botanische Garten (Jardin de Aclimatación de la Orotava) eine große Auswahl tropischer und subtropischer Pflanzen, Kakteen und Palmen für botanisch Interessierte. Unter der Leitung des Schweizer Botanikers Hermann Josef Wildpret erlangte der Botánico Weltruf.
Die breite, 1977 fertig gestellte Strandpromenade Avenida Colón wurde von 2002 bis 2005 aufwendig modernisiert und führt von den Klippen im Osten zwischen vielen Hotels, Cafés, Bars und den berühmten Meerwasserfreibädern, auf der Meeresseite bis nach San Telmo, einer Bademöglichkeit für Klippenfreunde. Dank Beleuchtung und Meeresrauschen auch in den Abendstunden zu empfehlen. Nach der Sanierung Ende 2005 hat die Beleuchtung auch schon negativ auf sich aufmerksam gemacht. Da Teneriffa einer seit einigen Jahren neuen Regelung gegen Lichtverschmutzung des Nachthimmels unterliegt, mussten die starken Strahler überarbeitet werden. Diese Regelung soll sicherstellen, dass die Himmelsbeobachtungen durch die Europäische Sternwarte in Izaña (Izaña im Winter, Izaña Geographisch), nicht gestört wird. Eine gleiche Regelung gibt es auch für die Sternwarte auf La Palma .
Das großzügig nach Plänen des Star-Architekten César Manrique (der besonders auf Lanzarote baulich wirkte) angelegte Meereswasserschwimmbad Lago Martiánez befindet sich unmittelbar an der Strandpromenade Avenida Colón. Es handelt sich um eine Freibadanlage, die wunderbar die Gegend prägt. Von 2004 bis 2005 wurde der letzte, neueste und größte Bauabschnitt komplett saniert. Im Frühjahr/Sommer 2005 wurde mit der Sanierung des ältesten und kleinsten Bauabschnittes begonnen.
Der Tier- und Pflanzenpark „Loro Parque“ bietet am westlichen Stadtrand rund 30.000 Tierarten, darunter Gorillas, Tiger, Haie und eine Jahrhunderte alte Schildkröte. Höhepunkte des Parks sind neben der berühmten, namensgebenden Papageiensammlung die größte Delfinshow Europas und die größte Pinguinsammlung der Welt. Hier wurden u. a. die Delphinaufnahmen am Anfang des neuen 2005er Kinofilmes „Per Anhalter durch die Galaxis“ gedreht. Neuestes Highlight ist ein großes Orka-Becken (mit Show) mit einem 3.000 Zuschauer fassenden Stadion. Plaza del Charco Treff- und Mittelpunkt der Stadt vor allem unter Einheimischen ist die Plaza del Charco. Sie beherbergt etwas oberhalb der Uferpromenade gelegen eine Reihe von Restaurants, Eiscafés und schattigen Sitzmöglichkeiten.
Leider ist 2003 das Stadtarchiv, welches in einem historischen Gebäude untergebracht war, komplett und restlos abgebrannt. So sind viele für die Stadt wichtige historische Dokumente vernichtet worden. Dies scheint aber ein Ansporn zu sein, denn inzwischen werden immer mehr historische Gebäude aufwendig saniert.
Eines der ältesten Gebäude der Stadt, die Casa Iriarte, liegt an der Calle Iriarte und zeigt wundervoll den alten kanarischen Baustil. Besonders schön sind die für die Kanaren typischen hölzernen Balkone. Bei einem Blick in das Innere des Hauses, kann man auch einen Eindruck von den damals üblichen geräumigen in Holz gebauten Patios (Innenhof) gewinnen.
Direkt an der Mole (El Muelle), dem alten Fischerhafen, gibt es ein weiteres Gebäude Casa Real Aduana, das inzwischen aufwendig saniert wurde und nun auch ein Museum und Anlaufpunkt für Kunst und Kultur beheimatet. Fischerviertel
Entlang einer kleinen Gasse Las Lonjas, direkt hinter dem vorgenannten Gebäude, zwischen Mole und Plaza de Europa findet seit 2005 mit Fördermitteln der EU eine Sanierung der letzten noch existierenden Fischerhäuschen statt. An diesem Ort und der Fläche der heutigen Plaza de Europa befand sich bis in die 1980er Jahre ein Fischerviertel, in dem auch ein reger Fischmarkt zu finden war.
Ein weiteres altes unter Bautenschutz stehendes sehenswürdiges Gebäude Casa Miranda befindet sich direkt an der heutigen Plaza de Europa. In dem Gebäude befindet sich seit vielen Jahren ein einladendes Restaurant, wo man den ganzen Tag bis in die späte Nacht auch wunderbar einkehren kann. Jung und alt sitzt hier, wie auch an der Plaza del Charco, gerne auch am Nachmittag zu einem Cortado und Tapas gemütlich beisammen.
Bei klarem Himmel kann man meist vormittags von Puerto aus wunderbar die ca. 1.800 m hohen Cañadas del Teide und den über 3.700 m hohen Teide bestaunen.
Um abends den Sonnenuntergang mitzuerleben, sind besonders die Jardines Taoro zu empfehlen. Sie befinden sich am Hang des Casino Taoro, welches früher zunächst ein Hotel war und bis Juli 2006 ein Casino beheimatete. Dieses ist jetzt in den Lago Martiánez verlegt worden und es ist geplant, das Casino wieder zu einem hochwertigen Hotel mit Wellnessbereich und mehr als 350 Betten zu wandeln. Von den Jardines Taoro hat man nicht nur einen sehr schönen Blick auf das Meer, sondern kann auch danach noch sehen, wie die Lichter in der Stadt angehen und das Nachtleben beginnt. Mit vielen exotischen Blumen, einem Wasserfall und mehreren Brunnen, die alle zauberhaft beleuchtet sind, kommt dort abends eine sehr romantische Stimmung auf, die auch von Spaniern genossen wird.
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