
Chiang Mai (auch Chiengmai oder Kiangmai) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Nordthailand, wegen der landschaftlichen Schönheit auch Rose des Nordens genannt. Chiang Mai liegt in einem windgeschützten Flusstal des Maenam (= Fluss) Ping, zu Füßen des Berges Doi Pui (1685 m über Meereshöhe). Die Provinzhauptstadt und drittgrößte Stadt Thailands bildet das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Nordens.
Die frühere Beschaulichkeit ist einer westlichen Hektik gewichen, die alten Teakholzhäuser sind durch Betonbauten ersetzt. Dadurch wird der enorme Gegensatz zu den außerhalb der Stadt in traditioneller Art siedelnden Angehörigen der Bergvölker (u.a. Akha, Meo, Lisu) überdeutlich. Chiang Mai hat insgesamt rund 200 buddhistische Tempel, viele davon liegen in der Altstadt.
Das Zentrum der Stadt liegt etwas außerhalb der Stadtmauern zum Ufer des Maenam Ping hin und wird von dem Fluß in einem Viereck eingeschlossen, das durch zahlreiche Brücken überquert werden kann. Chiang Mai ist das Zentrum des thailändischen Kunsthandwerks. Insbesondere die Holzverarbeitung, die Textilherstellung und die Bearbeitung von Jade-Schmuck sind wichtige Zweige der Wirtschaft. Daneben ist natürlich der Tourismus eine wichtige Erwerbsquelle vieler Menschen. Am Stadtrand befindet sich der internationale Flughafen Chiang Mai.
Chiang Mai wurde 1296 durch Mangrai gegründet als Hauptstadt seines Königreiches Lan Na („Land der Millionen Reisfelder“). Nach der Unterwerfung des Mon-Reiches Haripunchai wurde Chiang Mai Hauptstadt von Lan Na. 1556 konnten die Burmesen Lan Na zu ihrem Vasallen machen und erst 1775 kam Chiang Mai unter General Taksin zu Thailand, behielt jedoch bis 1932 einen quasi autonomen Status.
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