Bei der Begrüßung wird meist einmal auf die eine und dann auf die andere Wange geküsst. Bei älteren Menschen küsst man auf die Hand und berührt die Hand mit der Stirn. Das Küssen auf die Hand ist ein Ritual, das der traditionellen Verbeugung hinzugefügt wurde.
Henna, ein aus Pflanzen gewonnener rot-brauner Farbstoff, findet Verwendung bei Heirat, religiösen Festtagen und wenn der Sohn den Militärdienst beginnt.
Alte schmanistische Sitten findet man teilweise auch heute noch: So zum Beispiel wird ein Kind, das vor seinen Eltern verstorben ist "Yasar" genannt, was sinngemäß etwa "wird leben" heißt.
• 1. Januar: Neujahr
• 21. März: Neujahrsfest Newroz
• 23. April: Unabhängigkeitstag (gleichzeitig Tag des Kindes)
• 19. Mai: Atatürk-Gedenktag und Tag der Jugend
• 30. August: Tag der Befreiung (erinnert wird an den Sieg im Befreiungskrieg)
• 29. Oktober: Tag der Republik (Nationalfeiertag, erinnert an die Ausrufung der Republik durch Atatürk im Jahre 1923)
• Zuckerfest: Das „Zuckerfest“ bildet den Abschluss des Fastenmonats Ramadan.
• Opferfest: Höchster sunnitischer Feiertag. Beim Opferfest wird des
Propheten Ibrahim (Abraham) gedacht, der bereit war, seinen Sohn Ismail
an Allah zu opfern (siehe auch Opferung Isaaks). Am Opferfest ist es
für einen Moslem Sitte, falls er es sich finanziell leisten kann, ein
Tier zu schlachten und das Fleisch an Bedürftige zu verteilen. Diese
Tradition nimmt seit langem in der Türkei die Tendenz zum Spenden an
bedürftige Privatpersonen und Hilfs-Einrichtungen wie Waisenheime usw.
Die religiösen Feiertage richten sich nach dem islamischen Mondkalender, daher finden sie jedes Jahr ca. 11 Tage früher statt und haben nach dem Gregorianischen Kalender kein festes Datum. Dadurch kommt es bisweilen dazu, dass eines der Feste in einem Kalenderjahr zweimal stattfindet, einmal Anfang Januar und noch einmal Ende Dezember.
Der wöchentliche Ruhetag ist der Sonntag!
Weiterführende Links:
Religion & Ethnien
Geschichte
Literatur
| uwe/ 06