Trabzon (ehemals: Trapezunt) ist eine türkische Stadt am Südufer des Schwarzen Meeres. Trabzon hat ca. 215.000 Einwohner (Stand: 2000). Trabzon ist Hauptstadt und wirtschaftliches Zentrum der gleichnamigen Provinz und Umschlagplatz für den Export von Nahrungsmitteln, Vieh und Tabak. Im Umland werden Haselnüsse, Tee, Tabak und Mais angebaut. Ein Flughafen und eine Technische Universität (1963 gegründet) befinden sich ebenfalls in der Stadt. Auch der Hafen ist von sehr großer Bedeutung.
Die Provinz Trabzon hat rund 980.000 Einwohner (Stand: 2000) und eine Fläche von 4.685 km². Der griechische Name der Stadt lautete Trapezous, aus dem sich dann die lateinische Bezeichnung Trapenzuntum ableitete.
Die Gegend um Trabzon (dt. Trapezunt, engl. Trebizond, frz. Trebizonde) ist seit mindestens 9.000 Jahren besiedelt. Nach der Sage soll eine "Weißer Stamm" genannte Volksgruppe von Trabzon aus am Krieg um Troja teilgenommen haben. Zur Zeit des Grossreiches der Hethiter nannte man Trabzon Hayasa oder Azzi. Die assyrischen Herrscher machten aus Trabzon eine wichtige Handelsstadt, im 7. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich Griechen aus Milet (Kleinasien) an. Später wurde die Stadt von den Persern und um 334 v.Chr. von Alexander dem Großen erobert.
In der römischen Kaiserzeit wurde Trabzon ab 117 n. Chr. zur Provinzhauptstadt und machte sich einen Namen als Schiffbauzentrum. 258 n. Chr. legten die Goten die Stadt in Schutt und Asche. Ihre Ende des 3. Jahrhunderts bereits christlichen Bewohner bauten sie wieder auf und errichteten viele Kirchen und Klöster.
Als die Armeen des 4. Kreuzzuges 1204 unerwartet das Byzantinische Reich angriffen, niederwarfen und in Konstantinopel das Lateinische Kaiserreich errichteten, entstanden um Byzanz herum mehrere griechische Nachfolgestaaten. Das Reich von Trapezunt war einer davon und so war Trapezunt die Hauptstadt eines gesonderten Kaiserreiches, eines Zweiges der von den Kreuzfahrern aus Konstantinopel vertriebenen byzantinischen Herrscherdynastie der Komnenen. Nach dem Einfall der Mongolen erlebte das Reich durch Handel und Zölle einen enormen Wohlstand. Es wurde zum Knotenpunkt von Handelsrouten nach Russland, in den Mittelmeerraum und in den Mittleren Osten. Mit dem Schwinden der mongolischen Macht nach 1320 sah sich auch Trapezunt zunehmend Angriffen verschiedener türkischer Länder und Stämme ausgesetzt. Hinzu kamen Bürgerkriege und interne Intrigen.
Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Türken im Jahre 1453 behauptete sich das Reich von Trapezunt noch wenige Jahre unter osmanischer Oberherrschaft. Trapezunt fiel schließlich 1461, nachdem es als Führer eines Bündnisses griechischer Länder gegen den Sultan einen letzten Versuch unternommen hatte, das Byzantinische Reich wiederherzustellen. Auf dem Höhepunkt seiner Macht war der Hof der großen Komnenen ein bedeutendes künstlerisches und kulturelles Zentrum, das Trapezunt zum letzten Refugium hellenistischer Zivilisation in Kleinasien machte.
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beziehen sich auf die Schöpfungsgeschichte.
Geöffnet: Di-So 8-12 Uhr und 13-17 Uhr
Uzun Sok. Zeytinlik Cad. 10
Dieses kleine und durchaus empfehlenswerte Restaurant liegt direkt im Stadtzentrum.
Atatürk Alanı
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