Venezuela befindet sich an der karibischen Nordküste Südamerikas und grenzt im Westen an Kolumbien, im Süden an Brasilien und im Osten an Guyana.
zwischen 0° 45´ und 12° 10´ nördlicher Breite
sowie 59° 45´ und 73° 10´ westlicher Länge
912.050 km²
33% Wald
4% Ackerland
20% Wiesen und Weiden
W–O 1300 km
N–S 1100 km
2.800 km
Caracas
Caracas (ca. 1.964.800 Einwohner)
Maracaibo (ca. 1.249.600 Einwohner)
Valencia (ca. 1.034.000 Einwohner)
Barquisimeto (ca. 692.500 Einwohner)
Ciudad Guayana (ca. 523.500 Einwohner)
22 Bundestaaten: Amazonas, Anzoategui, Apure, Aragua, Barinas, Bolivar, Carabobo, Cojedes, Delta Amacuro, Falcon, Guarico, Lara, Merida, Miranda, Monagas, Nueva Esparta, Portuguesa, Sucre, Tachira, Trujillo, Vargas, Yaracuy, Zulia
1 Distrikt: Distrito Federal
1 abhängiges Gebiet: Dependencias Federales
höchster Berg: Pico Bolivar 5.007 m
längster Fluß: Orinoco 2.060 km
MEZ -5
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter
www.zeit-online.de
Vice-ministerio de Turismo, Caracas
Parque Central, Torre Oeste, piso 37
Caracas/Venezuela
Tel: (0058 212) 509 02 58
Email: vtur@mpc.gov.ve
Amtssprache ist Spanisch.
Indianische Sprachen dienen regional als Umgangssprache.
1 Bolívar = 100 Céntimos
Währungskürzel: Bs, VEB (ISO-Code)
Banknoten gibt es im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000, 500, 100, 50, 20, 10 und 5 Bs
Münzen sind im Wert von 5, 2 und 1 Bs sowie 50, 25, 5 Céntimos im Umlauf.
Den aktuellen Wechselkurs finden Sie unter www.wechselkurs.de
22.777.000 Einwohner
Bevölkerungsdichte: 25 Menschen je km²
Post: Luftpost nach Europa benötigt ca. 3 bis 7 Tage.
Faxgeräte: Gibt es in den größeren Hotels.
Internet/E-Mail: Hauptanbieter sind CantvNet (Internet: www.cantv.net), Internet Venezuela (Internet: www.internet.ve) und Compuserve Venezuela.
Internetcafés gibt es in größeren Städten.
110 V, 60 Hz
Adapter erforderlich
Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 0058
Banken: Mo bis Fr 8.30-15.30 Uhr
Büros: Mo bis Fr 8-17 Uhr, Mittagspause in der Regel von 12-13 Uhr
Geschäfte: Mo bis Sa 9-13, 15-19 Uhr.
Republik
Präsident
keine
Informationen zu den aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes finden Sie unter www.crm.de
Als Touristen und Besucher visumfrei für 90 Tage mit Touristenkarte (Fluggesellschaft). Notwendig sind: 6 Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültiger Reisepass, Rück- oder Weiterreisetickets sowie ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.
Botschaft von Venezuela
mit Konsularabteilung, Berlin
Zuständigkeiten: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
Schillstraße 9-10/Ecke Wichmannstraße
10785 Berlin
Sprechzeit: Konsularabt. Mo bis Do 9-12 Uhr
Tel: (0 30) 832 24 00
Tel. Konsularabt.: (0 30) 83 22 40 31
Fax: (0 30) 83 22 40 20
Fax Konsularabt.: (0 30) 83 22 40 21
Email: embavenez@botschaft.venezuela.de
Embajada de la República Federal de Alemania, Caracas
Edificio Seguros PANAVEN, Piso 2°
Avenida San Juan Bosco
Esq. 3a Transversal
Altamira
Caracas
1060
Tel: (0058 212) 261 01 81, 261 12 05, 261 22 29, 261 32 53, 261 42 77
Fax: (0058 212) 261 06 41
Email: diplogermacara@cantv.net
Die Bolivarische Republik Venezuela (spanisch República Bolivariana de Venezuela; "Klein-Venedig") ist ein Staat und liegt in Südamerika an der Karibikküste. Die Staaten Brasilien, Kolumbien und Guyana grenzen an das Land.
Andere Sprachen: Guajiro, Pemón, Warao.
Nationalfeiertag: 5. Juli - Freiheitserklärung
Weitere Feiertage: 24. Juli - Geburtsdatum Simón Bolívars
Religion: Katholizismus (90% der Bevölkerung), Protestantismus
Bundesstaaten und Hauptstädte:
• Amazonas: Puerto Ayacucho
• Anzoategui: Barcelona
• Apure: San Fernando de Apure
• Aragua: Maracay
• Barinas: Barinas
• Bolívar: Ciudad Bolívar
• Carabobo: Valencia
• Cojedes: San Carlos
• Delta Amacuro: Tucupita
• Falcón: Coro
• Guárico: San Juan de los Morros
• Lara: Barquisimeto
• Mérida: Mérida
• Miranda: Los Teques
• Monagas: Maturin
• Nueva Esparta: La Asunción
• Portuguesa: Guanare
• Sucre: Cumaná
• Táchira: San Cristobal
• Trujillo: Trujillo
• Vargas: La Guaira
• Yaracuy: San Felipe
• Zulia: Maracaibo
• Dependencias Federales (Abhängige Gebiete)
• Distrito Federal Caracas (Bundesdistrikt)
An der Küste verläuft die Bergkette "Cordillera de la Costa". An der Grenze zu Kolumbien befinden sich die venezolanischen Anden. Südlich der Berge erstrecken sich die großen Ebenen der Llanos, deren südliche Grenze wiederum der Orinokofluss bildet. Das Amazonasgebiet und die Region Guayana liegen südöstlich davon.
Hier, ganz im Süden von Venezuela, findet sich auch ein weltweit einzigartiges geografisches Phänomen, der Brazo Casiquiare, ein natürlicher ´Kanal´, der die Flusssysteme des Orinoko und des Amazonas über den Río Negro miteinander verbindet, so dass die riesigen Gebiete zwischen Orinoko, Amazonas und Atlantik eine ´Insel´ bilden. Wie als erster bereits Alexander von Humboldt Anfang des 19. Jahrhunderts berichtete, fließen die Wasser des Brazo Casiquiare je nach relativem Wasserstand Richtung Norden in den Orinoko oder nach Süden in den Río Negro.
Im Südosten befindet sich eine der ältesten Felsformationen der Erde, das "Macizo Guayanés". Hier befindet sich auch der höchste Wasserfall der Welt, der "Salto del Angel" mit einer Fallhöhe von 972 m. Die Tafelberge in dieser Region, auch Tepuis genannt, bieten auf Grund ihrer endemischen Tier- und Pflanzenwelt ein breites Forschungsgebiet für Wissenschaftler.
• Río Apure
• Arauca
• Cabriales
• Catatumbo
• Manzanares
• Orinoko
• Caracas
• Maracaibo
• Mérida (Venezuela)
• Valencia
• Barquisimeto
• Ciudad Guayana
Ab 1948 wurde Venezuela von einer Militärjunta, von 1952 unter Diktator Marcos Perez Jiménez geführt. Mit seinem Sturz 1958 wurde Venezuela eine Demokratie. Seitdem waren bis in die neunziger Jahre die beiden bestimmenden Parteien die sozialdemokratische Acción Democrática und die konservative COPEI, die auch die Präsidenten stellten. In der ersten Amtszeit von Carlos Andrés Pérez (1974 - 1979) stiegen die Einkünfte des Landes aus dem Erdölexport so rapide, dass das Land eines der wohlhabendsten Länder Südamerikas war, " [...] durch den Verkauf von Erdöl hat Venezuela von 1973 bis 1983 rund 240 Milliarden Dollar eingenommen, das heißt etwa das Zehnfache dessen, was der Marshallplan vorsah" (Arturo Uslar Pietri), die damit einhergehende Verteilungspolitik führte zur, für lateinamerikanische Verhältnisse, außerordentlich hohen politischen Stabilität des Landes.
Mit dem eklatanten Verfall des Ölpreises seit 1983 brachen diese Einkünfte jedoch weg und da es keine anderen Wirtschaftszweige gab, die die sinkenden Erdöleinnahmen zu kompensieren vermochten, führte dies gemeinsam mit den immer höher werdenden Auslandsschulden (1993: 35 Milliarden Dollar) zu einer anhaltenden Wirtschaftskrise.
Der in der zweiten Amtszeit Carlos Andrés Pérez´ (1989 - 1993) als Folge von Weisungen des Internationalen Währungsfonds begonnene neoliberale Wirtschaftskurs führte im Februar 1989 zu Hungerrevolten, deren gewaltsame Niederschlagung 400 Menschen das Leben kostete. Nach zwei Putschversuchen im Jahre 1992, einem am 4. Februar durch Hugo Chávez und einem am 27. November, einem Volkswirtschaftsjahr 1993 mit Minuswachstum und der schlussendlichen Absetzung des Präsidenten durch den Obersten Gerichtshof wegen Veruntreuung und Korruption wurde 1994 Rafael Caldera Präsident. Bis 1998 gelang ihm zwar die politische Stabilisierung, der Wirtschaftskrise aber wurde auch er nicht Herr (1994: Inflationsrate: 71 Prozent, schwere Währungskrise und Bankencrash).
Am 6. Dezember 1998 wurde Hugo Chávez mit einem erdrutschartigen Sieg (56%) zum Präsidenten gewählt. Er lud Pérez Jiménez, den letzten Diktator Venezuelas, zur Feier seines Amtsantrittes. Wegen vieler Proteste mehrerer Gruppen der Gesellschaft kam dieser aber nicht. Chávez ist ein Verfechter des Bolivarismus, seine erklärten Ziele sind der Kampf gegen Korruption, die Schaffung und Stärkung möglichst direkter Demokratie, sowie die nationale und ökonomische Unabhängigkeit. Diese Politik wird auch als "Bolivarianische Revolution" bezeichnet. Chávez wurde im Jahr 2000 mit einer gegenüber 1998 sogar nochmals deutlich gestiegenen überwältigenden Mehrheit (60%) bestätigt.
Da sich Chávez´ Beliebtheit auf die unteren und mittleren Schichten der Gesellschaft stützte und im wesentlichen die Grossindustrie stark belastete, kam es auf deren Betreiben am 11. April 2002 zu einem Putsch, der aber bis zum 15. April (Befreiung Chávez´ aus der Gefangenschaft) niedergeschlagen wurde.
Die USA haben die Politik Chávez´ wiederholt scharf angegriffen und öffentlich erklärt, dass man die Opposition unterstütze.
Am 15. August 2004 fand ein Referendum statt, das von der Opposition initiiert wurde. Ihm voran gingen Streiks unter anderem bei dem staatlichen Erdölkonzern. Nachdem das zuständige Wahlamt festgestellt hatte dass die notwendige Anzahl von Unterschriften (etwa 2,5 Mio) knapp erreicht worden wäre, erklärte Chávez er würde sich diesem Referendum stellen. Das Referendum bestätigte Chávez bei hoher Wahlbeteiligung (etwa 8.57 Mio) mit 58% (knapp 5 Mio) klar im Amt. Obwohl internationale Wahlbeobachter, darunter auch Jimmy Carter, die Wahlen nicht beanstandeten, warf die Opposition Chávez Wahlbetrug vor. Aufgrund des bemerkenswert hohen Andrangs kam es zu teilweise stundenlangen Wartezeiten und musste die Schließung der Wahllokale mehrfach, letztendlich bis Mitternacht, verschoben werden.
Das OPEC-Gründungsmitglied Venezuela ist der fünftgrößte Exporteur von Erdöl und Erdölprodukten der Welt. Das Land führt auch Stahl, Eisen, Edelmetalle, Zement, Textilien und in viel geringerem Maße andere Produkte aus. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist die Tourismusbranche.
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