Diese Fragen stellen sich vor allem unerfahreren Skihasen vor ihrem ersten Winterurlaub. Aber auch Profis können von plötzlichen Unfällen oder Lawinen überrascht werden. Diese Seite soll alle Skifahrer auf unschöne Situationen auf der Piste vorbereiten und stellt die häufigsten Verletzungen beim Skifahren vor. Leichte Verletzungen können weitestgehend vermieden werden, wenn man sich und seinen Körper ausreichend auf die ungewohnte sportliche Belastung vorbereitet hat! Ernährung, Kondition, Skigymnastik und die richtige Ausrüstung sind dabei die wichtigsten Aspekte. Verletzungsarten beim Skifahren gibt es - wie bei jeder Sportart - einige: Eine Verletzung der unteren Extremitäten ist in der heutigen Zeit der modernen Schuhe und Bindungstechniken wesentlich seltener geworden. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang eine gut eingestellte und funktionierende Bindung. Diese sollte der Skifahrer vor jeder Pistenfahrt nochmals überprüfen. Häufige Skiverletzungen bei den oberen Extremitäten sind Verletzungen von Bändern. An erster Stelle steht der "Skifahrer-Daumen". Bei diesem wird das Band beschädigt, das das Daumengrundgelenk zu den Fingern hin stabilisiert. Diese Verletzung entsteht meistens, wenn ein Sturz auf eine noch an einen Skistock geklammerte Hand erfolgt, wobei der Daumen abgespreizt ist. Wenn das Band komplett gerissen ist, ist eine operative Korrektur nötig, ansonsten reicht meist ein Schienen des Daumens.
Im Bereich der Schultern können Dehungen oder Anrisse der so genannten Rotatorenmanschette auftreten. Verrenkungen des Oberarnknochens und Schlüsselbeinbrüche sind ebenfalls gängige Skiverletzungen, bei denen man auf jeden Fall einen Arzt hinzuziehen muss. Im alpinen Skisport ist das Knie das am häufigsten verletzte Körperteil, vor allem das vordere Kreuzband nimmt oft Schaden. Interessanterweise wird dabei von einer Verletzungsverlagerung gesprochen: Durch die gute Ausrüstung, die immer mehr beispielsweise das Sprunggelenk schützt, müssen angeblich andere Strukturen des Körpers leiden.
Tödliche Unfälle sind meistens Folge einer Kollision mit unbeweglichen Objekten, wie beispielsweise Bäumen oder Liftanlagen. Zu hohe Geschwindigkeit und Kontrollverlust sind dabei häufig die Ursachen. In diesem Zusammenhang taucht häufig die Diskussion um die Helmpflicht auf. Einen sicheren Vorteil hinsichtlich der Prävention von schweren Kopfverletzungen konnten die durchgeführten Studien jedoch nicht erbringen. Im Gegenteil: Manche befürchten, dass die Helmpflicht zu einem generell risikoreicheren Verhalten führe und damit noch mehr Unfälle entstehen könnten. Diese genannten Unfälle können natürlich nie völlig ausgeschlossen werden, doch minimiert man das Risiko erheblich, wenn man sich und seine Ausrüstung ausreichend auf den Winterurlaub vorbereitet hat, körperlich fit ist und die Pistenregeln immer im Hinterkopf behält. Generell sollte man sein Können nicht überschätzen und gerade am Nachmittag - wenn die Konzentration nachlässt - lieber auf die letzte Abfahrt verzichten: Am Nachmittag passieren die häufigsten Unfälle!
Konnte man es jedoch nicht vermeiden, einem Unfall aus dem Weg zu gehen oder ist man bei einem Unfall anwesend, heißt es Hilfe holen! In der Regel hat der moderne Skifahrer sein Mobiltelefon dabei. Europaweit gilt die 112 als Notrufnummer. Diese ist auch ohne SIM-Karte wählbar und nutzt unabhängig vom Heimatnetz jeweils die stärkste verfügbare Anbindung. Länderspezifisch gelten für Alpinisten in Not folgende Telefonnummern:
Eine andere Art der Gefahr im Winterurlaub sind die Lawinen. Auf präparierten Pisten sind sie eher die Ausnahme, doch auch hier kann es zu einem Schneerutschen kommen. Eher gefährdet sind jedoch Tourengeher und Skifahrer, die abseits der Pisten fahren. Wer also den Schritt auf eine nicht-präparierte Piste wagt, sollte immer ein Lawinensuchgerät (LVS) bei sich tragen, dann ist im Fall der Verschüttung die Chance der Auffindung ziemlich gut. Überrascht einen die Lawine beim Aufstieg, ist es sinnlos, die Flucht anzutreten - bei der Abfahrt ist es ein Versuch wert. Bei größter Gefahr jedoch gilt: Skier so schnell wie möglich lösen, Skistöcke und schweres Gepäck (Skirucksäcke) abwerfen, Kauerstellung einnehmen und die Arme mit aller Kraft vor den Körper halten: So hat man die besten Chancen weitestgehend unverletzt aufgefunden zu werden. Genug der unschönen Situationen: Wer diese Informationen gelesen hat, ist wieder ein Stück weiter auf dem Weg zu einem gelungenen Skiurlaub mit wenig Risiko und viel Freude am Fahren!